So - heute endlich wurde ein weiteres Hauptkapitel erfolgreich geschlossen: Sämtliche Glasplatten (Doppelstegplatten) sind montiert und mit Halteschienen verschraubt. Zuerst habe ich den rechten Aussensparren am Wintergarten verschiefert, dann die Gewebeplane über die Seitenwange getackert, schließlich die Ortgangbleche zugeschnitten und montiert. Danach war dann die Dachleiter für den Einsatz am Dachhaken an der Vorderseite verfügbar.
Die letzten Schienen-Schrauben am ungeliebten zweiten Sparren des Haupt-Daches konnte ich so bequem setzen. Janine reichte die Abdeckblende vom Gerüst aus an und gemeinsam 'bonkten' wir sie dann auf. Das war es also vorerst mit Dacharbeiten - vorerst - weil ja die Seitenwangen der Wintergartengauben verschiefert werden müssen. Allerdings erst, wenn die Bauleitung uns mal sagt wie das eigentlich realisiert werden soll. Bis dato ist dazu noch keine Zeichnung vorhanden, die Wände fehlen einfach.
Weiter ging es auch innen im Erdgeschoss, wo sich Tobi abrackerte um vor seinem Basketballspiel noch ein paar der inneren Schalbretter unter die Decke zwischen Hauswirtschaftsraum und Küche zu bekommen.
Janine musste ich um 11:20 (!!!) durch hartnäckiges Telefonbimmeln wecken. [Hallo - mein Vater hätte mich mit der Gerte um 8:30 aus dem Bett gejagt, wenn ich nicht vorher schon arbeitsbereit gewesen wäre] Noch vor ihren ersten Handgriffen kam von Janine vorsorglich der Hinweis auf eine nächste Woche anstehende Lateinarbeit. Mit anderen Worten: Ich kann heute nix helfen, weil ich nächste Woche eine überlebenswichtige Lateinarbeit schreibe!
Herr Gott, wenn ich doch keine anderen Sorgen als eine lächerliche Lateinarbeit in der achten Klasse hätte. Drückeritis pur, aber schon wieder ein neues Handy haben wollen! Na denn - Janine war auch gleich wieder zum Tischdecken fürs Mittagessen verschwunden - auch so eine tolle Ausflucht um nicht wirklich etwas anpacken zu müssen. Dan nschon eher eine Stunde lang alleine den Tisch decken. Allerdings ist mir nicht klar ob ich über sie lachen oder weinen soll. Das Problem ist, daß sie irgendwie nichts sieht, keine Zusammenhänge erkennt (erkennen will?) und somit eigentlich nur zu Deppenarbeiten zu gebrauchen ist. Die will sie dann aber auch nicht machen, sind ja Deppenarbeiten und wir sind doch intelligent! Läuft also wohl darauf hinaus, sich irgendwie zu drücken. Übrigens - ein weiteres Kapitel zum Thema Lernen für Lateinarbeit zeigte sich am Sonntag. Da war in der Kasseler Innenstadt verkaufsoffener Sonntag - und Janine wollte unbedingt hin. Vergessen waren Latein und irgendwelche Arbeiten - Shopping geht vor. Aber nicht mit mir - wenn die Lateinarbeit Samstag extrem wichtig ist, dann ist sie es auch Sonntag! Manchmal fühle ich mich wie Al Bundie im Gespräch mit seiner Dumpfbacke.
Aber auch bei Janine bleibt immer noch ein Funke Hoffnung, daß sich das alles ändern wird. Aber das hier ist ja kein Eltern-Blog, sonder nein Bio-Solar-Haus Bau-Blog.
Nach dem Abschluss der Dacharbeiten steht nun die Aussenhülle des Bio-Solar-Hauses auf dem Programm. Das heisst also runter mit dem Folienschutz der Gipsfaserplatten-Verkleidung und rauf mit einer Konterlattung auf die Stiele.
Selbige besteht aus 40x60 Kanthölzern und ist von der Leiter aus an der Vorderfront schnell montiert. Janine hat sich doch noch aufgerafft und hilft gut mit. Als nächstes kommt die "Traglattung" für die Putzträgerplatten dran. Laut Bio-Solar Haus sollte sie aus zwei Lagen Schalbretter 24mm starken, 12cm breiten Schalbrettern bestehen. Irgendwie hatten wir uns von Hrn. Gold davon überzeugen lassen, dies sei ein hoher Arbeitsaufwand und Schraubenverschwendung. Statt dessen sollte es einfacher sein, 50mm starke , 25cm breite Baubohlen mittig aufzusägen und aufzuschrauben. Einen leichten Vorgeschmack hatten wir bereits beim Abladen der Bohlen erhalten, erste Zweifel folgten heute beim längs Durchsägen der Lärche-Bohlen. Bei deren Montage half dann Tobi, dessen Basketball-Spiel wegen Antreten der gegnerischen Mannschaft in Unterzahl ausfiel. Nach ca. eineinhalb Lagen war es dann schon stockfinster und so gaben wir uns dem Feierabend-Schicksal hin.
Dachten wir, aber so richtig wurde nichts daraus, den bei fertigen Dächern und Regen entsteht - richtig Regenwasser und das muss weg. Erstmal von der Dachrinne zum Boden, dann gesammelt in der Zisterne. Diese Rohre liegen zum Teil schon im Baugraben. Rohrstücke von der Dachrinne nach unten, sozusagen Fallrohrersatz haben wir schon fast komplett und von deren Überlauf in die Kanalleitung unter der Einfahrt. Selbige führt in einen Schacht an der Grundstücksgrenze zur Strasse. Dort muss das Wasser dann heraus und in die Kanalisation des alten Hauses gepumpt werden. Das wird etwas aufwändiger, weil Strom und Wasserschlauch den Eingangsbereich kreuzen. kompliziert, aber das muss in den nächsten Wochen gemacht werden.
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Eine Familie baut ihr Bio Solar Haus in Kassel - wohlgemerkt das erste Bio-Solar-Haus in Kassel! Hausbau in Kassel
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Auf bau.de beantwortet BSH-Selbstbauer Frank viele, viele Fragen von Interessenten.
Hochinteressanter Thread!
Familie Kostka baut ein 1 1/2 geschossiges Stahl Bio-Solar-Haus in Braunschweig Lamme
Viele Fotos, keine akuellen Einträge
Die Familie Engelmann baut ein Stahl-Bio-Solar-Haus mit 1 Etage. Harte Arbeit, viele Helfer und eine bloggende Bauherrinnen-Mutter zeichnen dieses Projekt aus.
Die Familie von Harlessem baut ein BSH in Siegen und steigt in den BSH-Vertrieb ein. Das Blog ist in 2006 irgendwann 'versiegt'.
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]mehrMassivbau mit Keller - geradezu unheimlich schnell hochgezogen.
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