Badezimmer verlattet

05.07.08

Permalink 23:30:16, von Matthias Email , 278 Wörter, 450 Ansichten   German (DE)
Kategorien: 010 Planung Hausbau Vorbereitung

Badezimmer verlattet

Chris durfte heute ihren Samstagsdienst schieben, Janine, Tobi und ich waren also völlig auf uns alleine gestellt ;-)
Auf dem Programm standen die Fertigstellung der Installationsebenen-Lattung in Tobi's Zimmer, Lattung im Flur OG, die Lattung im Bad und - sofern wir dazu noch kämen - Lattung im EG.
Bei der Verlattung zeigt sich der Fluch der Großformat-Fermacell-Platten: Die gelieferten Latten 24x48 sind so ziemlich das schlechteste, was uns seit Baugebinn auf den Hof gekarrt wurde (Danke, Hansa Holz, da wird man nochmal drüber sprechen müssen!). Wenn man ein Bündel aufschneidet, sollte man mit Lichtgeschwindigkeit in Deckung gehen, denn die Latten springen regelrecht herum und bilden einen Mikado-Haufen. Richtig satt geschimmelt sind sie, stinken und sind mit Ästen derart übersät, daß etwa jede zehnte Latte beim Anheben bricht. Wie gesagt - Gesprächsbedarf! Vorerst wird das Beste aussortiert.
Aber zurück zum Fluch der Fermacell-Platten: Je größer die Platten, desto größer der "Blindbereich" beim Befestigen. Da die Latten völlig krumm sind, muss man den Untergrund per Schnurschlag markieren und jede Latte beim Befestigen in Position drücken. Ätzend! Bei kleinen Plattenabmesungen wären die möglichen Abweichungen geringer als bei großen. Die Platten werden im Aussenwand-, Decken- und Dachschrägenbereich getackert. Dort liegen, direkt neben den Latten, die Rohre der Wand- und Deckenheizung.
Sind die Latten krumm und krumm verlegt, ist die Wahrscheinlichkeit groß, daß man beim Befestigen der Fermacell-Platten mit den Tackerklammern ein Rohr trifft. Also erhöhte Aufmerksamkeit!
Die haben wir walten lassen und das Bad im OG beendet. Wegen der hohen Temperaturen haben wir den Flur im OG ausgelassen und die Verlattung in der Küche im EG begonnen

Kommentare, Pingbacks:

Kommentar von: Jacobi [Besucher] Email
Seit wann werden denn bei Bio-Solar-Haus Fermacellplatten für die Außenwände und Decken verwendet? Bei uns (Selbstbauhaus Baujahr 04/05) wurden diese Platten nur für die Innenwände verwendet, da sie für alle Wände zu teuer und zu schwer waren. Die nötige Stabilität wird auch mit 12,5 mm Gipskartonplatten erreicht; da man durch die Gipsplatte bis ins Holz schrauben kann. Und dass man die Rohre (falls die Wandheizungsrohre gemeint sind) treffen kann, ist mir auch schleierhaft. Diese werden doch zwischen den im exakten Abstand von 31,25 cm angebrachten Holzleisten (welche mind. 5 cm breit sind) verlegt. Diese fünf cm müssten doch zum tackern reichen.
Falls jedoch andere Rohre gemeint sind, dann will ich nichts gesagt haben!
PermalinkPermalink 12.07.08 @ 23:14
Kommentar von: Matthias [Mitglied] Email
Hallo Jacobi,
Treffer in die Heizungsrohre sind gemeint. Da die Latten total krumm sind, ist der 'exakte' Abstand schwer einzuhalten. Bei Rigips-Einmann-Platten sieht man die Verlattung meist noch irgendwo an den Enden der Platte. Bei unseren Großformat-Platten ist das meist nur an einer Seite so; alle anderen Latten liegen verdeckt. Und genau das habe ch beschrieben: extrem-Biegen der krummen Latten um das Lattungsraster einzuhalten. Liegen 10 Latten um jeweils 6 mm daneben, so kann sich das an der letzten auf 6cm addieren. Dann noch 5mm Fehler beim Übertragen des Lattrasters auf die Vorderseite und schon ist die Tacker-Anzeichnung neben der Latte. Folge: 1. die Platte ist nicht getackert 2. neben den Latten liegen die PE-Verbundriohre der Heizung.
Ob man Gipsfaser- oder Gipskartonplatten nimmt, ist dem Bio-Solar-Haus konzeptionell egeal. Stabilität, Verarbeitung und Preis unterscheiden sich.
Wenn man ein Rigips-Platte für sagen wir 3 ?/m² drei mal spachteln, schleifen, mit Acrylgrund grundieren und mit Spezialgrung egalisieren muss, damit man einen Lehmstreichputz draufbringen kann, dann sieht der Plattenpreis von ? 5/m² für eine Gipsfaserplatte, bei der man mit zweimal spachteln und schleifen als Vorbehandlung davonkommt, plötzlich ganz anders aus. Ganz zu schweigen von den Chemikalien, die die Grundanstriche einbringen und von der Verringerung der Dampfdiffusions-Eigenschaften der Wand.
Aber damit befinen wir uns dann schon fast im religiösen Bereich - ist halt zu Großteil auch Ansichtssache.
Wo ist denn Ihr BSH? Haben Sie Interesse an einem Erfahrungsaustauch? Man lernt ja nie aus.
Herzlichen Gruss
Matthias
PermalinkPermalink 13.07.08 @ 14:09

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