Archiv für: Mai 2009

23.05.09

Permalink 02:20:52, von Matthias Email , 688 Wörter, 513 Ansichten   German (DE)
Kategorien: 010 Planung Hausbau Vorbereitung

Deja vu - der Amtsschimmel wiehert

Wer kennt den Asterix-Film mit dem römischen Amtshaus? Wir kennen ihn und hatten jetzt ein unerwartetes deja-vu beim Hausbau.
Vom Finanzamt erreichte uns die Aufforderung zur Abgabe einer Erklärung zur Feststellung des Einheitswertes unseres Grundstücks. Ein Anruf beim Bearbeiter ergab, daß er nichts dafür könne, da seien wir wohl in einen Automatismus geraten. Anscheinend sei unser neues Haus fertig und da wolle Vater Staat Kohle sehen - schließlich hätten wir da ja einen neuen Wert. Ich erklärte, daß unser Haus im Rohbau-Zustand und unbewohnt ist, daß es im Garten unserer alten Doppelhaushälfte steht und derzeit eigentlich nur ein großer Schuppen aus Holz sei. Ja dann - wann wir denn fertig sein wollten - geplant war mal Wiehnachten 2009 einzuziehen, sieht momentan aber gar nicht danach aus. Nun denn, er wolle das mal glauben, behalte sich aber eine jederzeitige Prüfung vor und wehe ich hätte gelogen, dann ..... Nachveranlagung, Knast Todesstrafe...
Hurra - überstanden dachten wir, allerdings war dieser Trugschluss nach wenigen Tagen vorbei denn von der Stadt Kassel erreichte uns die Aufforderung zur Angabe des Käufers unseres Grundstücks, der erzielten Verkaufserlöses, des Namens des rechten Zehennagels meiner Schwiegermutter - nein letzteres ist frei erfunden, aber der Rest ist wirklich wahr. Der ANRUF BEI DER STADT KASSEL ergab zunächst, daß man dort nichts dafür könne, das ginge vom Finanzamt aus. Von dort sei die Information über Teilung und mutmasslichen Verkauf gekommen. Schließlich seien die ja besser informiert weil sie ja auch Steuern für den Verkaufserlös erhielten. ANRUF BEIM FINANZAMT: Das bei der Stadt seien D.pp.en - das Finanzamt habe von der Stadt die Info über Fertigstellung eines neuen Hauses, also erhöhten Wert eines Grundstücks erhalten. Und natürlich müsse bei höherem Wert auch entsprechend gezahlt mehr werden. Das sei doch wohl klar, aber Auslöser sei die Stadt. Wahrscheinlich sei eine bestimmte Zeit von der Baubeginnmeldung vergangen und dann wegen fehlender Fertigstellungsmeldung die AUtomatismen angelaufen. Da könne man jetzt erstmal nichts machen. Eneuter ANRUF BEI DER STADT: Nein, nein, die vom FA hätten ja keine Ahnung. Und selbst wenn wir unser Grundstück nicht geteilt und verkauft hätten, so sei doch ein neues Objekt entstanden und dafür seien Strassenreinigungsgebühren zu zahlen, das sei zweifelsfrei so. Die Erklärung zur Teilung des Grundstücks müssten wir also abgeben, auch wenn wir es gar nicht geteilt hätten. [So, jetzt wird es richtig virtuell!] Forderung der ABgabe der Erklärung bleibt bestehen mit Fristsetzung zu eiem konkreten Termin - zack.
Wir waren dann so blöd, um uns -wie wir glaubten- unnötige Tage auf Ämtern zu erparen, haben wir erklärt, daß die virtuelle Teilung nie tatsächlich stattgefunden hat und die Gesamtfläche virtuell zu je 50% dem alten und dem neuen Haus zugerechnet werden soll.
So und gestern kam Post von der Stadt - gleich zwei neue Grunsdtücksabgabenbescheide: Eine minimale Verringerung beim Altbau, aber enorme Beträge neu für den Neubau!
Eigentlich müsste die Summe ja gleich sein, schließlich ist der Neubau derzeit allenfals mal ein Gartenhäuschen. Aber nein, die Grunsteuer B und die Straßenreinigung Klasse 3 werden ganz anders berechnet. Die Straßenreinigung richtet sich nicht etwa nach der länge der angrenzenden oder genutzten Straße - nein, nach der Quadratwurzel aus der Grundstücksfläche wird veranlagt. Na das ist ja super, jetzt wird auch klar warum uns sämtliche Beamten eine Grundstücksteilung oder mindestens eine virtuelle unterjubeln wollten: Nehmen wir 64 qm altes Grundstück.
zu zahlen Wurzel 64 = 8. Nun teilen wir mal hälftig 2 mal (Wurzel 32 = 5,66) also jetzt 11,32 - na das ist doch für die Stadt mehr als die schnöde 8, die es mal war.
Gerecht nennt das die Stadt - Betrug und ABzocke nenne ich das! Schließlich hat sich die Strassenlänge nicht verändert auch nicht der Grundstücksanteil daran und öfter gerienigt wird auch nicht. Also übelste Abzocke!
Was hätten Asterix und Obelix aus dem deja-vu in diesem Falle getan?
Da kann man eigentlich nur Einspruch einlegen und die Beamten-Wahnsinnsmühle anlaufen lassen oder?

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Eine Familie baut ihr Bio Solar Haus in Kassel - wohlgemerkt das erste Bio-Solar-Haus in Kassel! Hausbau in Kassel

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