Während Chris rechts vom Wintergarten Warmwandgrund gestrichen hat, habe ich die restlichen Frickeleien am toten Raum links zu Ende gebracht. Am Ziegelanschluß musste noch eine Bleischindel geschnitten und eingesetzt werden. Und dann wieder endloses Anpassen der Platten an die runden Formen mit Dachanschluss. Ich denke jede Baufirma hätte hier einfach ein paar Dosen Bauschaum reingehauen. Da wir das aber so nicht wollen, darf Bauherre raspeln und schnipseln bis zum Abend.
Am Ende war es dann nach acht Uhr und ich wollte der Nachbarn wegen den Kompressor für den Tacker nicht mehr anwerfen - so bleibt eine Dämmplatte an der Ecke erstmal als Fehlstelle.
Chris hat noch die APU-Leisten mit Dichtlippen an den Wintergarten-Elementen angebracht.
So -Tagwerk getan, Urlaubstag vorbei.
Die zweite (linke) Seitenwange der Loggia unseres Bio-Solar-Haus Kassel habe ich heute geschiefert. Mal wieder endlos viele Schieferplatten dafür zerschnitten. Und das hält genauso endlos auf bis es passt. Da die Platten aus zwei Dachebenen aufeinander zulaufen und sich überschneiden muss man aufpassen, dass aus der jeweils anderen Richtung die Platten nicht zu unterschiedlich hochstehen. Daher ist dann auch die nicht sichtbare Kante zu schneiden und die Lochungen zur Befestigung sind dann auch weg. Da ich nicht über eine Schiefer-Lochzange verfüe, bohre ich dann die fehlenden Lochungen mit Akkuschrauber und Universalbohrer 4mm. Das geht ganz gut, hält aber im Vergleich zur Lochzange deutlich länger auf.
Trotz allem heute noch fertig geworden, Anschlußbleche an das Wintergartendach wieder drauf, und sieht richtig gut aus! Sagt auch Chris ;-)
Puhhh - heute war es ordentlich warm. Ist ja auch die Südseite; bis auf den ganz späten Nachmittag gibt es da Sonne satt. Ich habe um sieben Uhr losgelegt. Der ganz Putzkram musste nach hinten getragen werden: Fässer, Eimer, Kellen, Material, Rührgerät. Das Gewebe musste geschnitten werden - kurz es dauerte bis halb neun als das erste Fass Marmorit SM700 gemischt, gereift und auftragsfertig war. Und dann fiel mir siedend heiß ein, dass hinten ja Dachschalung und Sparren noch gar nicht abgeklebt sind. So eine Sch....
Zum Glück kam Chris herbei und übernahm den Job, so daß ich unten schon mal den Grundputz aufziehen und abzahnen konnte. Oben dann auch zack zack und das Gewebe eingehängt. Auffüllen, abziehen und glätten, der SM700 Armiermörtel lässt sich wirklich hervorragend verarbeiten. Tobi kam dann gegn Mitte der zweiten Bahn auch herbeigekrochen, völlig zerknirscht und leicht neben sich. Mit dem Anrühren des Materials klappte es bei ihm nicht so recht, aber der Ehrgeiz eine einwandfrei ebene Fläche herzustellen entflammte sofort wieder. Ist zwar beim Unterputz nicht so wichtig und insofern vertane Liebesmüh, aber er läßt sich da nicht abhalten.
Nine und Chris mussten erstmal auf Einkaufstour. Nach ihrer Rückkehr wechselten sich dann alle ab den Bauherrn mit allem Nötigen beim Putzen zu versorgen. Nur Tobi brauchte mal wieder eine echte Ewigkeit. Da war ihm wohl auf dem Topf die neue Ct in die Hände gefallen. Dann vergißt er die Welt - und natürlich das Bio-Solar-Haus und den Putz und und und...
Nachmittags haben wir zusammen noch an der linken Seite hinten das Stahlgerüst hingestellt und die beiden unteren Reihen Diffutherm Dämmplatten angetackert.
Heute war es soweit: Der Oberputz an der Vorderseite des Bio Solar Haus Kassel soll drauf.
Eine Hauptvoraussetzung war gegeben: Idealwetter - bewölkt, kein Wind, um die 19 Grad und trocken. Irgendwie scheint uns dieses Jahr das Wetter deutlich besser gesonnen als letztes Jahr.
Chris und ich haben Urlaub und die Kids Ferien. Janine musste zwar mit ihrer Tanzgruppe beim Baunataler Turnfest vortanzen, ist danach aber sofort zu uns gestoßen.
Chris hat die Logistik und Werkzeugversorgung geführt: Oberputz anmischen, umfüllen und verteilen, Werkzeuge ständig einsammeln, reinigen und verteilen, Getränkeversorgung, Wasserversorgung der Sprühflaschen.
Tobi hat anfangs den Marmorit Rondo 2mm Scheibenputz mit aufgezogen, später auch atwas mit abgerieben. Er hatte die A-Karte gezogen, weil er in die untere Rüstlage musste. Da fällt dann "der ganze Mist" von oben durch. Nach anfänglich deutlich zu dickem Auftrag und dem folgenden Hinweis war der Auftrag dann zu dünn. Also noch was drauf - ganz schlecht fürs Abreiben! Noch ein massiver Hinweis und dann hatte er es raus: Perfekt in Kornstärke abgezogener Oberputz lud förmlich zum Abreiben ein.
Janine hat die Frickelei des Materialauftrages um die Sparren herum und am Dachansatz von mir übernommen. Teilweise hat sie dann auch oben in der Fläche den Oberputz aufgezogen.
Der Bauherr - meine Wenigkeit - war in der oberen Rüstlage für das Aufziehen, in beiden Lagen für das Reiben und für die Kanten zuständig. Ansonsten Einweisung, Unterweisung und Anmotzen aller anderen - sprich sowas wie Ausbildung und Mitarbeiterführung.
Der Miesepeter hatte heute auch mal wieder Gelegenheit zum Auftritt bzw. sich der Lächerlichkeit preiszugeben. Davon hat er gleich rege Gebrauch gemacht. Und das kam so: Gegen 19:30 Uhr mussten wir die Entscheidung fällen, ob wir noch einen oder anderthalb Sack Material anmischen. Wir haben uns - nicht zuletzt aus Kostengründen - für den einen entschieden. Das reichte aber bis auf einen 40 cm breiten Streifen an der Ecke und dann war es bereits 20:10 Uhr. Um hässlichen keinen Ansatz zu riskieren, musste Chris nochmal einen halben Sack nachmischen. Der muss dann erstmal 15 Minuten reifen und nochmal durchgerührt werden. Als wir ihn dann in Eimern im Gerüst hatten, war es dann soweit - Premiere in diesem Jahr - da stand der Miesepeter laut blökend (verstehen kann man ihn ja nicht wirklich - nur gelegentlich kann der Interessierte mal ein Wort erhaschen) im Garten und versuchte sich zu echauffieren, anscheinend da bei uns noch gearbeitet wird. Hallo? Putz mit der Glättkelle aufziehen und mit der Kunststoffkelle abreiben? Das ist nun wirklich nicht laut. Jedes vorbeifahrende Auto oder volksmusikdröhnende Nachbarn sind lauter. Naja, ihm geht es wohl um irgendein Prinzip - es ist Acht Uhr! Und sogar schon durch! Um den Auftritt zu krönen holte er dann noch eine Minikamera und filmte unsere letzten Handgriffe. Da kann er sich ja jetzt hart arbeitende Nachbarn rund um die Uhr ansehen und vielleicht schon mal etwas Probe-blöken. Armer Kerl!
Na wir haben jedenfalls alle Mann/Frau so richtig reingeklotzt und die Arbeit heute hat allen Spaß gemacht. Nun sind wir stolz wie Oskar: Die Vorderseite ist oben rum fertig!
Und das Personal ist auch fertig - fix und fertig, total platt!
Noch ein paar Randnotizen:
Na denn gute Nacht!
Der tote Raum neben der Loggia war ja schon öfters Thema hier. Wahrscheinlich weil wir uns jedesmal über die viele Arbeit ärgern, die er immer wieder verursacht. Nachdem die Abende der letzten Woche zum Dämmen der Südost (K) Seite des Aussenhauses genutzt wurde, war der tote Raum als extrem zeitraubende Frickelarbeit übrig geblieben. Links muss an die Fensterelemente der Loggia angeschlossen werden, oben an den Wintergarten-Dachunterbau. Beides keine Heldentat, aber allein dort vom Gerüst aus hinzukommen ist eine Herausforderung. Richtig fies ist dann die Wange zum Dach hin: von unten Schiefer über dem Dachsparren, Ortgangziegel, und nach oben der noch fehlende Schiefer an der Wange als Begrenzung.
Und dann müssen die Holzfaserdämmplatten in zwei Richtungen Nut-Feder verbunden werden. Gestern bereits hatten wir die Platten mit Dachschrägen etc. zugesägt.
Mit Stichsäge, Dämmstoffmesser, Raspel und Winkelschleifer mit HM-Sägeblatt bin ich heute erneut den Dämmplatten zu Leibe gerückt um die gewünschte Form mit möglichst kleinen Schlitzen (damit das einzubringende Kompriband sie möglichst komplett schließt) an angrenzende Bauteile herzustellen. Dreieinhalb Stunden hat es gedauert bis der tote Raum aussen geschlossen, alle Kompribänder angebracht, alle Platten angetackert und der seitliche Anschluss für die morgige Schieferung der Wange vorbereitet war. Ha - fertig!
Aber auf der anderen Wintergarten-Seite gibt es das gleiche Drama nochmal :-(
Ein farbiger Lichtblick noch: Heute wurde der Marmorit Noblo Oberputz für die Fassade geliefert. Drei mm Körnung und nach Chris' Wünschen eingefärbt. Die Palette mit den Säcken ist noch mit transparenter Folie regenfest verschweißt, die lassen wir erstmal zu - aber aus einem Sack ist sichtbar etwas Material herausgerieselt - Donnerschlag - in Kürze wird man uns "Villa Knallig" nennen! Da hat sich jemand mit der Farbe aber ganz hübsch verdaddelt. Foto folgt in ein paar Tagen.
Werkzeugzuwachs werden wir in Kürze auch verzeichnen: Immer wieder als sehr arbeitsintensiv und zeitaufwändig erwähnt wird das Verschleifen der Gipsplatten beim Innenausbau (siehe bei Lachners). Unsere Erfahrungen mit der Loggia-Wand gehen ja auch in diese Richtung. Daher hatte ich mich in den letzten Nächten mal mit der aktuellen Technik zur Arbeitserleichterung befasst. Fazit: Ein Langhalsschleifer muss her. Damit kann man ohne Gerüst, Bohlen etc. Wände bis ganz oben, Dachschrägen und Decken abschleifen. Gebraucht geht da anscheinend gar nichts, also ein Neugerät. Hier scheinen die "üblichen" Bio-Solar-Haus Selber-Bauer immer mit Schwing-, Exzenter- oder Dreick-Schleifern zu Werke zu gehen.
Bei uns würde das auf die zweiköpfige Damenfraktion entfallen. Da wir einen wirklich diffusionsoffenen** Lehmstreichputz direkt auf die verklebten und lediglich gespachtelten Fermacellplatten aufbringen wollen, müssen die Oberflächen besonders hochwertig sein. Wochenlanges Schleifen wäre die Folge! Von Festoool gibt es eine interessante Neuerung: Der Festool Planex LHS-225. Ein richtig gut durchdachtes Teil! 22,5cm Schleifteller und selbstansaugend spart er gegenüber anderen Langhalsschleifern immens Kraft. Der Preis sorgte allerdings für ein kurzfristiges Koma! Deutlich über eintausend Öcken die nackte Maschine! Huuuuuh!
Aber die geschädigte Bauherren-Schulter und die nachfolgende Baustelle altes Wohnhaus sind weitere gute Investitionsgründe.
** Diffusionsoffen sind die Wandbekleidungen heute fast alle. Glauben wir den bunten Werbeheftchen ja auch. Aber wenn man sich mal die erforderliche Untergrundvorbehandlung ansieht, mögen zumindest wir weniger an "diffusionsoffen" als an "Chemiewaffenlager" glauben. Diverse Tiefengründe, Sperr-, Quarz- und Putzgründe sollen da zur Egalisierung von Saugverhalten
und Vermeidung von Schattierungen infolge Farbdurchschlages aufgetragen werden.
Dieses Zeugs ist nicht gerade billig, fraglich diffusionsoffen, kaum gesundheitlich bedenkenlos und ... teuer! Außerdem kostet jeder Arbeitsgang Kraft und Zeit.
Die für Cellulose-Flocken (Flüssige Tapete) geforderte Vorbehandlung von Gipskartonplatten sieht so aus: Verspachteln, Schleifen, 2x Acryl-Tiefengrund LF, 2x Spezialgrundierung. Nicht wenig Chemie - aber sonst keinerlei Garantie!
Unsere Überlegung: Suche nach einer wirklich diffusionsoffenen, preiswerten Wandbeschichtung ausschließlich aus Naturstoffen hergestellt mit möglichst geringen Anforderungen an chemische Untergrundvorbehandlung. Gefunden!
Und auch die finanzielle Seite ist hochinteressant: Wir würden überall 12,5 mm Gipsfaserplatten (GFP) verwenden. Auch an den Außenwänden, wo sonst im BSH aus Kostengründen 9,5mm Gipskartonplatten (GKP) eingesetzt werden.
Das hat uns überzeugt!
Um den Oberputz erstmal "in klein" kennen zu lernen habe ich heute eine größere alte Styroporplatte mit SM700 und Gewebe vorgeputz. Also exakt unser Unterbau. Darauf kann man dann am Feiertags-Donnerstag ein paar Reibemuster-Tests mit dem Oberputz machen.
Weiter habe ich mit Chris die Holzfaserplatten der Außenhausdämmung am toten Raum vorbereitet.
Tja und das war dann auch schon die heutige Feierabend-Tätigkeit.
Angekündigt war strömender Regen, gegeben hat es gutes Putzwetter.
Während morgens die letzten fehlenden Eckschienen und Putzleisten von Tobi und mir zugeschnitten und eingeputzt wurden, begannen die "Mädels" mit der Traglattung im Arbeitszimmer OG.
Nach dem Mittagessen misstrauten wir der Regen-Vorhersage so sehr, daß wir uns entschlossen mit dem Verputzen des K-Giebels zu beginnen. Wieder die traditionelle Methode: mineralischer Gewebegrundputz (Marmorit SM700, Sackware) auf die Gutex 60mm Holzfaserdämmplatten. Nach dem Anrühren des SM700 mit Handrührgerät im Putzfass, Umfüllen in Eimer und per Seil in die gewünschte Gerüstlage gezogen. Mit Kartätsche aufgezogen,mit 4mm Zahnkelle abgezahnt - Antrockenzeit. Dann das Marmorit Gewebe aufgelegt, mit Kartätsche eingeputzt und mit Traufel geglättet.
Der Giebel hat fünf meist raumhohe Fenster und diverse Ecken, Kanten und Anschlüsse. Diese Details halten wie immer ungemein auf, aber am Abend haben wir die Hälfte des Giebels geputzt. Tobi meist unten, ich in allen und Janine gelegentlich in einer der oberen Gerüstlagen sowie Chris im Bodendienst. Wobei Bodendienst heißt: Regelmäßiges Abwaschen aller Putzkellen, Kartätschen, Eimer und Fässer sowie Material in Eimer füllen und verteilen. Den Bodendienst haben die Mädels wann immer möglich mit Herstellen der Traglattung im OG Arbeitszimemr "gefüllt".
Abends hat uns Janine dann noch ein scharfes Cowboy-Süppchen gekocht.
Tages-Fazit: Heute lief es richtig gut und wir sind hervorragend vorangekommen! Ein gaaanz dickes Lob an die Mannschaft.
Die nächste Woche bietet uns ja mit Frohnleichnam einen Donnerstag-Feiertag und bis Mittwoch soll der Oberputz geliefert sein. Der muss vorne so schnell wie möglich drauf damit wir sehen ob eventuell noch ein Anstrich erforderlich ist. Dann muss das Stahlgerüst nach hinten bzw. in den anderen Giebel. Hinten müssen noch die Holzfaserdämmplatten angetackert werden, im F-Giebel ist noch nicht mal die Traglattung für die Platten dran. Puuuhh - und zum Monatsende ist Rückgabe des geliehenen HolzHer Tackers (Klammergerät) für die 130mm Edelstahlklammern der Dämmplatten geplant. Das wird eng, richtig eng!
Dazu kommt, dass wir beim Oberputz noch ein Problem haben: Chris wollte keine "so rauhe" Oberfläche. Daher hatte ich einen 2mm Scheibenputz geplant. Zum Bestellen war Chris alleine gefahren und der Verkäufer hatte sich ob der 2mm Körung gewundert und Chris zu einem Anruf bei mir an der Arbeit bewogen. Was soll ich da sagen? Der ist halt gröber und man braucht soundso viel Säcke mehr, was soundsoviel Euros mehr kostet - logisch oder!? Gegen 3mm spricht nichts, der ist halt gröber! Chris hat also bestellt und als ich bei einem kurzen Muttertagsspaziergang durch ein nahegelegenes Neubaugebiet einige gleichartige Putze kommentierte, wollte Chris plötzlich "sowas grobes" nicht haben. Uuups - das Zeugs dürfte bei Marmorit bereits abgemmischt und eingefärbt sein! Gut, man könnte ihn weniger stark reiben - aber das sieht auch blöd aus. Da müssen wir also durch und vor dem Ernstfall an der Fassade erstmal ein paar Musterflächen anlegen um die Freigabe der Bauherrin zu erhalten.
Aufkleben der zugeschnittenen DacoThene Bahnen. Das Zeugs klebt wirklich wie der Teufel - einmal irgendwo eine mit Primer gestrichene Fläche oder sich selbst berührt und schon ist es vorbei - eine unlösbare Verbindung ist entstanden. Wir kleben die Bahnen übrigens horizontal, nicht vertikal. So können die einzelnen Segmente in einem Stück anstatt wie sonst üblich in einen Meter breiten Bahnen aufgeklebt werden.
Als Chris und ich so gut wie fertig sind mit dem Wintergarten kommt Tobi herbei und fragt, warum wir eigentlich nicht vor dem Abdichten die horizontalen KVHs unter den Wintergarten-Fensterelementen aufgedoppelt haben? Ja warum eigentlich nicht? Verdammt noch mal warum nicht? Weil ich es verpennt habe, weil ich den Überblick verloren habe. Genau deswegen. Ä R G E R L I C H ! Himmel, A... und Z....!
So, da haben wir nun also eine unlösbare Verbindung und eine vergessen Aufdoppelung. Kostet also über drei Viertel der gesamten Länge nochmal die Abdichtung.
... ist das rasante Pflanzenwachstum im Garten. Kaum gemäht, steht das Grünzeugs schon fast wieder kniehoch. Besonders auf den restlichen Erdhaufen im Garten herrscht ungebremstes Wachstum der Löwenzähne. Um zu verhindern, dass sich dieses Zeugs ungehemmt aussät, muss man möglichst noch die Blüten erwischen. Nach dem Schnitte vor gerade mal einer Woche war es heute wieder soweit. Die tausend Ecken um das neue Haus, das Gerüst, der "Burggraben" und die Hügel halten unendlich auf beim Schnitt mit der Motorsense. So haben wir denn auch heute nichts wirkliches geschafft. Chris hat Gewebeeckschienen, Anputzleisten, Kaltschweissbahn ( Daco KSB) und Bitumenprimer beschafft. Damit ist die Arbeit für die nächsten Tage gesichert. Planung: Morgen den Betonsockel hinten mit der Mauerfräse ebnen, Daco Primer auftragen, Daco KSB aufkleben und hinter die Sockelschiene der Fassadendämmplatten klemmen. Die Vorbereitungen haben wir heute mit den verbliebenen Kräften noch betrieben: Den Pflanzenbewuchs vom Betonsockel gehackt, Betonsockel gereinigt, Daco-KSB in Streifen von der Breite der Sockelhöhe geschnitten. Noch schnell ein Telefonat mit dem Fensterbauer wegen der Auführung der Lüftungsöffnugen in den Giebeln. Und dann wurde es dunkel ... Nachtruhe im Bio-Solar-Haus Kassel!
Mit Chris habe ich heute die vordere Fasade per Spachtel, Kratzer und grobem Schleifpapier von den gröbsten Macken befreit (hätte wol jede Putzerkolonne drauf gep...) aber wollen es ja bestmöglich ausführen. Danach ordentlich abkehren und den Marmorit "Warmwand-Grund" aufgerührt, aus dem Gebinde dosiert, mit knapp 10% Wasser gestreckt (weil uns 15kg bei einem Quadratmeterverbrauch von 100g je Quadratmerter auf 175 Quadratmeter reichen müssen), ordentlich aufgerührt und dann mit Pinsel an den Kanten und olle in den Flächen aufgetragen. Kreuzgang, und siehe da, am Ende ist 0,5 L Putzgrund über. Hätten wir also gar nicht strecken müssen.
Das brauchen wir zwar jetzt nicht mehr, aber nachfolgende BSH-Selbermacher könnte das interessieren.
Was Selbermacher schon immer über Wärmedämmverbundsysteme wissen wollten, findet man hier:
1. eine PDF Anleitung mit echten Detailfotos von MEGATHERM
Hier sieht man auch wie angrenzende auteile mit Kompriband angeschlossen werden: Fenster, Fensterbank etc.
2. Eine umfassende Zeichnungssammlung gibt es bei Brillux
Der Armierputz Marmorit SM700 mit vollflächiger Gewebelage an der Fassade vorne ist fertig. Nun muss er gut durchtrocknen und -härten. Dann kann er am Sonntag mit Marmorit Warmwand-Grund gestrichen werden. Diesen Putzgrund braucht es damit der mineralische Marmorit Noblo Scheibenputz gut haftet, nicht aufbrennt und Schattierungen vermieden werden. Wenn es also nicht zu nass ist, könnte ab Montag vorne der Oberputz aufgezogen werden.
Ansonsten haben wir noch ein paar 60mm Diffutherm Dämmplatten am Ost-Giebel angebracht. So und heute Freitag 2. Mai - ein schöner Brücken-Urlaubstag, die ganze Familie auf der Baustelle.
Die Bereiche um die Fenster bzw. Türen (=raumhohe Fenster) halten unendlich auf - wirkliche Frickelarbeit! Millimetergenaue Plattenzuschnitte, Kompribänder und Einberechnung von Putzschienen sind echte Zeitfresser. An gleicher Stelle befinden sich die Übergänge von der Dachschalung im Ziegelbereich auf die Glasplatten. Das fordert Kunstschnitte. Unsere Dämmplatten reichen ziemlich genau, sind recht teuer und wir müssten noch eine ganze Palette abnehmen, wenn wir mehr brauchen. Da wird jeder Schnitt eher konservativ und somit zumeist nochmal ausgeführt, als daß man es riskiert eine Platte zu "versäbeln". Die Handkreissäge mit 75mm Schnittiefe zeigt hier, daß sie mit ihrer selbstgestrickten Schienenführung Gold wert ist. Wir haben zwar auch Dämmstoffmesser mit Wellenschliff als Handmesser und als Stichsägeblätter, aber was in den 36mm Platten der Dach-Unterdeckung gerade noch senkechte Schnittlinien bringt, fünktioniert in den 60mm starken Platten nicht mehr: Die Schnittkanten sind schräg und allzu oft drücken sich die Schnittmesser von der Anzeichnung ab. Die Investition in die grpoße Säge hat sich also gelohnt und ist zu empfehlen. Weiterer Vorteil ist, daß die kleine Festo Tauchsäge ATF 55EB nun im Tisch eingebaut ist und zum Zuschnitt der 36mm Laibungsplatten genutzt wird. Gleichzeitig können Chris und Janine sie zum Ablängen von Dachlatten oder Aufschneiden von Schalbrett-Resten nutzen. So kann in zwei Teams unabhängig voneinander gearbeitet werden. Chris und Janine haben die Lattung der Wandheizungsebene mit 24x48mm Dachlatten im OG angefangen. Von der Bauleitung der Bio-Solar-Haus Becher GmbH hätte man hier wieder wesentlich mehr Unterstützung fordern müssen für die satte Honorierung. "Genügend Heizrohr verlegen" und "So zwischen 5 und 6 m je Quadratmeter Raumfläche bei 17x2mm PE Schlauch" sind dann doch recht schlampig-billige Angaben. Von einem Verlegeplan oder gar der Angabe, wieviel Meter Schlauch in welchem Raum und in was für Schlangenlinien auf welchen Wänden/Decken zu verlegen sind, ganz zu schweigen. Noch dreister: Wir verwenden nicht 17x2 PE Rohr, weil wir das nirgendwo im Umkreis bekommen haben und weil es nicht sauerstoffdicht ist. Das bei uns verwendete Alu-Verbundrohr ist 16x2 mm - "Da muss man mehr verlegen, eher so 6m je qm". Fällt also wie immer alles wieder in die Kategorie "Alles vor Ort zu prüfen und auszuprobieren".
Also haben wir zig Stunden dran gegeben, Abwicklungen aller Raumflächen zu erstellen und die sich ergeben Schlauchlängen zu berechnen. Und heute haben Chris und Janine mit dem Anbringen der Lattenkonstruktion auf der Innenschalung des Innenhauses begonnen.
Lustig: Ich musste vormittags zu einem Termin. Chris war nicht ganz klar in welchem Abstand längs der Latten Schrauben zur Befestigung an den darunter liegenden zu setzen seien. Also rief sie bei BSH an. Konnte man nicht sagen, wollte es aber recherchieren.
Zwischenzeitlich war ich denn auch wieder zurück und hatte die 40 cm ABstand bereits angeordnet, als dann doch noch der Rückruf kommt: ca. 40 cm sollen es sein.
Dieser vorgnag bekräftigt mich wieder in meiner Forderung nach einer BSH-FAQ, die die Erfahrungen für alle weiteren Bauherren zum unkomplizierten Abruf sichert. Der aufwand für eine solche Bio-SOlar-Haus FAQ wäre sicher deutlich geringer, als jedem Bauherren alles von der Pieke auf neu beibringen zu müssen.
Vielleicht setzte ich ja hier mal neben dem Blog so ein BSH-FAQ auf.
Eine Familie baut ihr Bio Solar Haus in Kassel - wohlgemerkt das erste Bio-Solar-Haus in Kassel! Hausbau in Kassel
| Mo | Di | Mi | Do | Fr | Sa | So |
|---|---|---|---|---|---|---|
| << < | Aktuell | > >> | ||||
| 1 | 2 | 3 | 4 | |||
| 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 |
| 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 |
| 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 |
| 26 | 27 | 28 | 29 | 30 | 31 | |
Auf bau.de beantwortet BSH-Selbstbauer Frank viele, viele Fragen von Interessenten.
Hochinteressanter Thread!
Familie Kostka baut ein 1 1/2 geschossiges Stahl Bio-Solar-Haus in Braunschweig Lamme
Viele Fotos, keine akuellen Einträge
Die Familie Engelmann baut ein Stahl-Bio-Solar-Haus mit 1 Etage. Harte Arbeit, viele Helfer und eine bloggende Bauherrinnen-Mutter zeichnen dieses Projekt aus.
Die Familie von Harlessem baut ein BSH in Siegen und steigt in den BSH-Vertrieb ein. Das Blog ist in 2006 irgendwann 'versiegt'.
Links via "aktuelles vom Hausbau" navigieren!
]mehrMassivbau mit Keller - geradezu unheimlich schnell hochgezogen.
Nette Sammlug von Bautagebüchern
Infos rund ums Bauen (mit ordentlich Werbung!)