Kategorie: Feuer bei P.K.

23.10.07

Permalink 23:26:24, von Matthias Email , 417 Wörter, 376 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Nachbarn, Feuer bei P.K.

Ende mit Schrecken

Heute stand der Wind wieder günstig für unseren Nachbarn. Seit Samstag ist das so und er nutzt den Wind, um den Rauch von seiner Gartenbaracke (ehemaliges Gewächshäuschen) die knapp zwanzig Meter direkt in unseren Neubau transportieren zu lassen. Dieses Vorgehen sieht er gerechtfertigt, da wir Lärm bis abends machen.
Heute war allerdings das Mass voll: Nachbars Frau kratzt im Garten nasses Laub zusammen, füllt es in Säcke und reicht sie Ihrem Gatten ins Gewächshaus, aus dem es kurz danach um so heftiger qualmt. Auch gelbe andere Säcke mit undefiniertem Inhalt werden dort hereingereicht - das lässt viel Raum über Spekulationen bezüglich der zeitweise leicht süßen Beinote des Qualms...
Da wir noch keine Fenster im Haus haben, ist man den Abgasen im ganzen Haus hilflos ausgeliefert. Die Wirkung blieb nicht aus. Bereits nach einer halben Stunde "Einwirkzeit" war Janine schwindlig und sie musste sich hinlegen. Christiane bekam starke Kopfschmerzen, hielt dennoch tapfer durch. Mir blieb das auch nicht erspart: Beim Antackern der Putzträgerplatten im Giebel musste ich natürlich im Gerüst klettern und stellte Schwindelgefühle und Kopfschmerz fest.
So raffte ich mich denn auf und begab mich an den Zaun wo Nachbars Frau noch fleissig nasses Laub sammelte. Ich wies sie darauf hin, dass der Rauch gesundheitsgefährdend, gefährlich und nicht in Ordnung sei. Sie meinte nur, was wir täten (ja was denn? Ein Haus bauen, wie sie es ja auch mal getan haben?) sei auch nicht in Ordnung. Nahm ihren Plastiksack mit nassem Laub und trug ihn Richtung Gewächshaus. Nun war ich richtig gespannt - was würde passieren? Verhaltene Vernunft? Diskussionen? Beschuldigungen? Nichts dergleichen geschah.
Ich wartete eine halbe Stunde, während der die Rauchentwiklung nicht schwächer, eher noch stärker wurde. Die liebe Nachbarin war nun ebenfalls verschwunden, niemand mehr da, bei dem man sich hätte beschweren können und der scharfe Schäferhund war im Garten freigelassen worden. Was nun? Arbeit einstellen? Nein! Aufgeben gibt es nicht! Aber ein Warnschuss muss anscheinend her um dem selbstherrlichen Nachbarn seine Grenzen aufzuwisen. Also ran ans Telefon, Schornsteinfeger anrufen. Der ist ja für Abgase zuständig. Da er von der beschriebenen Feuerstätte nichts weiss, steht die Vermutung im Raum, dass Nachbar da etwas so richtig illegales tut. Wie dumm ist das denn? Da will er jemanden ärgern und setzt dafür ein illegales Hilfsmittel ein? Na denn, der Schornsteinfeger will jedenfalls morgen mal nach dem rechten sehen.

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