Nach Abschluß der Arbeiten an Dränage und Dachentwässerung hatten wir die Baugräben verfüllt, ein Kiesbett mit Randsteinen als Spritzschutz angelegt und Rasen gesät. Jeden Tag wurden erwartungsvoll die Erdflächen beäugt und es wurde ausgiebig aus der Zisterne bewässert. Groß war die Freude als im Referenz-Topf erstes Grün zu sehen war, riesig war sie als erste Pflänzchen in der Fläche sichtbar wurden. Mit ein paar kühleren Tagen kam ein Dämpfer, nichts schien voran zu gehen. Aber dann schossen die Grashalme auf allen Flächen ein bis zwei Zentimeter empor und richtig flächiges Grün ist zu sehen.
Bedroht wird dieses Wunsch-Grün vom Laub der Obstbaume. Heute habe ich selbiges ganz vorsichtig abgerecht, denn es hatte bereits eine geschlossene Fläche über dem zarten Grün gebildet und drohte dieses zu ersticken.
Bereits wenige Stunden später lagen schon wieder Blätter auf dem Grün - zumindest eine Beschäftigung wäre damit für die nächsten Tage wohl klar...
Im Südwest-Giebel steht der Zwetschgen-Baum und wurde wegen der Bauarbeiten die letzten zwei Jahre nicht gepflegt. Das hat er schamlos ausgenutzt und hat zahlriche Wasertriebe über drei Meter in die Höhe gereckt. Beim Putzen der Fassade hat er auch damit für angenehmen Schatten gesorgt, aber jetzt verdunkelt er ein Zimmer im OG zu sehr. Heute war also der Rückschnitt dran. Janine und Tobi haben dabei und beim Laub-entfernen fleißig geholfen.
... ist das rasante Pflanzenwachstum im Garten. Kaum gemäht, steht das Grünzeugs schon fast wieder kniehoch. Besonders auf den restlichen Erdhaufen im Garten herrscht ungebremstes Wachstum der Löwenzähne. Um zu verhindern, dass sich dieses Zeugs ungehemmt aussät, muss man möglichst noch die Blüten erwischen. Nach dem Schnitte vor gerade mal einer Woche war es heute wieder soweit. Die tausend Ecken um das neue Haus, das Gerüst, der "Burggraben" und die Hügel halten unendlich auf beim Schnitt mit der Motorsense. So haben wir denn auch heute nichts wirkliches geschafft. Chris hat Gewebeeckschienen, Anputzleisten, Kaltschweissbahn ( Daco KSB) und Bitumenprimer beschafft. Damit ist die Arbeit für die nächsten Tage gesichert. Planung: Morgen den Betonsockel hinten mit der Mauerfräse ebnen, Daco Primer auftragen, Daco KSB aufkleben und hinter die Sockelschiene der Fassadendämmplatten klemmen. Die Vorbereitungen haben wir heute mit den verbliebenen Kräften noch betrieben: Den Pflanzenbewuchs vom Betonsockel gehackt, Betonsockel gereinigt, Daco-KSB in Streifen von der Breite der Sockelhöhe geschnitten. Noch schnell ein Telefonat mit dem Fensterbauer wegen der Auführung der Lüftungsöffnugen in den Giebeln. Und dann wurde es dunkel ... Nachtruhe im Bio-Solar-Haus Kassel!
Was für ein Tag - es hat nur geregnet mal stark mal schwach. Kalt und windig war es. Kaum war ein Leck lokalisiert und ausgemerzt, offenbarte sich beim nächsten Rundgang nach gut eineinhalb STunden mindestens ein weiteres Leck. Wasser findet immer einen Weg!
Das tut schon richtig weh, sein geliebtes Haus so von der Natur attackeirt zu sehen und ihr hilflos ausgeliefert zu sein. Ich hätte ja nun weiss Gott noch diverse andere Dinge zu tun, aber so ist der Tag rum, man ständig irgendwas getan, aber am Ende nicht wirklich etwas geschafft. Hoffentlich geht das schnell wieder vorbei!
Nach der immensen Hitze vom Samstag folgten prompt wieder heftige Schauer und ein starker Temperaturabfall. Da ich nicht nach jedem Arbeitsschritt das nur teilweise mit Gutex Multiplex Top unterdeckte Dach komplett mit der zuvor nach oben in den Spitzboden gerollten Gewebeplane aufdecken und bei Regen wieder abdecken wollte, weil das allein bereits eine knappe Arbeitsstunde verschlingt, musste die Gutex-Unterdeckung fertig werden.
Bei der Wetterlage bedeutete das jedoch Arbeiten auch bei Nieselregen weiter zu arbeiten, also in der Schwüle ständig stark geschwitzt und beregnet zu sein. Drei mal kam dann ganz plötzlich jeweils ein Wolkenbruch 'vorbei'. Eine ganz knappe Ankündigung durch heftige Windböen wies unmissverständlich darauf hin, daß man schleunigst das Dach hinauf, alle losen Teile von der Dachfläche entfernen, die Gewebeplane aus dem Spitzboden ziehen, nach unten spannen und mit Lattenstücken befestigen sollte. Bereits beim Spannen nach unten war ich jeweils schon pitschenass: In den Schuhen und sogar im Nageltäschchen stand zentimeterhoch das Wasser. Aber das Dach musste zu! Also weitermachen.
Durch den kalten Regen und den heftigen Wind fror ich stark, ignorierte das jedoch. Ein Fehler, wie starker Verspannungen im Schulter- und Lendenbereich mit kräftigen Sschmerzen jetzt zeigen. Warnung also: Das Haus ist zwar wichtig, und ein Regenschaden ist schlimm, am schlimmsten ist aber ein gesundheitlicher Schaden.
Schließlich nutzt einem das tollste Bio-Solar-Haus mit minimalem Energieverbrauch gar nichts, wenn man sich dafür kaputt gemacht hat und es nicht mehr richtig geniessen kann.
16:30 - schnell den Rasen abknallen und dann die linke Gaubenwange verschalen.
Denkste - nach einem vehemnten Anfang hat Tobi den Rasenmäher aus einem falschen Kanister betankt - mit Öl! Also den Vergaser öffnen, das Öl ablassen, Tank, Leitungen und vergaser spülen und dann geht es nach einer knappen Stunde erst mit meiner Arbeit beim Rasenmähen weiter: Mit der Motorsense an den Zäunen, Kanten und vor allem auf den Erdhügeln das mittlerweile enorm gewachsene Gestrüpp bekämpfen. Da Tobi mit dem Mäher nicht so richtig durchkommt, begibt er sich im BioSolarHaus an die Innenschalung des Westgiebels im OG.
Die Mädels schaffen derweil noch Schalbretter vom Hub in der Garageneinfahrt zum Trocknen ins Haus und stapeln sie dort schön aufgelockert. gegn 19:30 habe ich dann die Grünmassen erfolgreich in Ihre Schranken gewiesen und kann mich noch ein wenig dem Bio Solar Haus zuwenden. Mit dem HolzHer Magazinschrauber befestige ich noch ein paar von Tobi 'gespannte' Schalbretter, treffe dabei genau in einen Ast und versaue somit das Bit. Das Profil des Bits hat es regelrecht weggeschmolzen! Wir haben aber noch Ersatz!
Ich arbeitete heute aussehalb und bekam so auch meine Portion vom Lokführerstreik bei der Bahn ab. Die Heimreise klappte aber gut.
Als ich gegen 16:30 nach Hause kam regnete es zwar nicht, aber weiße Häufchen lagen an diversen Stellen im Garten: Hagelkörner! 17:00 auf der Baustelle und kurz danach fing es an zu - richtig - regnen!
Also wieder 'nur' Innenarbeiten: Tobi beendet die eingeschobene Schalung der Dachsparren, Janine redet wieder mit uns und hilft mir bei der Montage der Abstandhalter an der obersten Geschoßdecke. Chris lädt zum x-ten Male die zum (x-1)-ten Male umgetauschten Schieferplatten aus.
Dann hat es zwar aufgehört zu regnen, aber es ist bereits 20:09 Uhr. Um keinen Ärger mit dem miesen, verständnislosen Nachbarn (man trifft sich immer zweimal im Leben!) zu bekommen, der auf 0-dezibel von unserer Baustelle ab atomuhrgenau 20:00 Uhr dringt, kan man jetzt keine Schalung für die Gaubenwange mehr sägen.
Also schleppen wir alle noch ein paar 4m Schalbretter vom Hub in der Garageneinfahrt ins Haus. Trotz Abdeckung mit Gewebeplane sind die ersten Lagen pitschenass. Aufgrund der kühlen Temperaturen hat sich aber noch kein exzessiver Schimmel gebildet.
Nach knapp einer halben Stunde ist uns aber auch hier kein Vorankommen mehr vergönnt, denn es REGNET! So wird das nix mit unerem Bio Solar Haus Neubau in Kassel!
Ungeduldig erwartet und auf schwierigsten Umwegen haben uns heute endlich die Holzfaserdämmplatten für die Unterdachdämmung Typ Gutex Mulitplex Top 35 mm erreicht. Das sind ja nun schon die zweiten 105 qm Dämmplatten, die Hanso Holz Kassel angeliefert hat. Wer selbige ab-, auf- und wieder abgeladen hat, weiss wovon ich rede.
Während des diesmaligen Abladens hat das Wetter mit beständigem Nieselregen auch gleich gezeigt, was es davon hält, dass wir ihm nun endlich mit einem richtigen Dach ein Schnäppchen schlagen könnten.
Jetzt liegen sie Gutex Dämmplatten in der Garage und wir könnten sie verarbeiten - wenn das verflixte Un-Wetter endlich auf Sommer umschalten und uns von Donnerstag bis Sonntag regenfreie Tage bescheren würde.
Denn in der mit den Gutex Holzfaserdämmplatten gelieferten ausführliche Montageanleitung ist explizit vermerkt dass sie trocken gelagert und verarbeitet werden müssen.
Außerdem sind die Fasebretter der Schalung im Dachüberstand mittlerweile klatschnass. Da sie von unten bereits mit Consolan gestrichen sind, kann Feuchtigkeit in größerem Umfang und schnell eigentlich nur nach oben entweichen.
Wenn man da nun die Gutex Multiplex Top heraufbringt, die zwar diffusionsoffen sind, so wird die Feuchtigkeit, die teilweise über Wochen ins Holz eingedrungen ist, nur sehr langsam verdunsten.
Mit diesem Titel schließe ich mich dem Tenor von Heike, Michael und Christophs Baublog an.
Wie steht da so schön: "Die Unwetterlücke wurde genutzt" - genau so muss man diesen Sommer wohl arbeiten.
Hin und wieder steht er urplötzlich vor der Tür, schafft schlagartig Panik und raubt einem die Zeit. Man möcte ihm alles erklären, aber so oft man es auch tut, kurz danach ist alles wieder weg und er weiß gaaanz genau, daß es gaaaanz anders ist.
Seine Effektivität ist sehr gering und das Gefährdungspotential, das von ihm ausgeht, ist extrem hoch.
ist ein Idiot Risiko.
der ist schlicht untragbar für eine Baustelle.
Als Bauherr und Verantwortlicher Bauführer gefriert mir das Blut in den Adern, wenn ich solche Szenen erleben muss; da werde ich unruhig und kann weder ruhig und konzentriert arbeiten noch schlafen.
Dazu noch diese unerträgliche permanente Besserwisserei und Rechthaberei von jemandem, der Dachrinnen in Wände einbaut und an seinem Mietshaus für jedermann offensichtlich ausnahmslos gestümpert hat, das hält niemand aus.
Ich bleibe inzwischen zeitweise verschont nachdem ich ihn einige Male energisch in seine Schranken gewiesen habe. Sobald ich ihm jedoch den Rücken kehre, 'übernimmt' er die Bauleitung und weist erstmal alle Personen an, zu tun, was er sch denkt.
Für alle Anwesenden ausser ihn ist die Sinnlosigkeit der Anweisungen absolut klar, aber ise müssen es sich anhören, weil es vom Opa kommt. Das läßt natürlich die Baustellenmoral und Effektivität aller Helfer extrem absinken.
Ich fürchte ich werde den unausweichliche nSchritt tun müssen, ihm mitzuteilen, daß wir lieber ohne ihn am Haus arbeiten möchten.
Geringe Effektivität, Zeiträuber, Demotivator, Demoralisator, extremes Gefahrenpotential - geht das? Darf man das hinnehmen 'nur' weil es der eigene Vater ist. Ich gelange immer mehr zur Antwort 'Nein'! Er muss einfach erkennen, daß er seit gut 15 Jahren aus dem Baugeschäft raus ist, daß er nicht mehr der jüngste ist und nie mals ein wirklicher Profi war. Das fällt natürlich schwer, aber lieber er muss es erkennen als daß ich mir nach einem schweren Arbeitsunfall den Rest meines Lebens schwere Vorwürfe machen muss.
Er muss einfach erkennen, daß ein 68-jähriger an Parkinson leidender, die Technik ablehnender Mensch es nicht mit einem 16-jährigen hochmotivierten Technik-Fan aufnehmen kann.
Eine Familie baut ihr Bio Solar Haus in Kassel - wohlgemerkt das erste Bio-Solar-Haus in Kassel! Hausbau in Kassel
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Auf bau.de beantwortet BSH-Selbstbauer Frank viele, viele Fragen von Interessenten.
Hochinteressanter Thread!
Familie Kostka baut ein 1 1/2 geschossiges Stahl Bio-Solar-Haus in Braunschweig Lamme
Viele Fotos, keine akuellen Einträge
Die Familie Engelmann baut ein Stahl-Bio-Solar-Haus mit 1 Etage. Harte Arbeit, viele Helfer und eine bloggende Bauherrinnen-Mutter zeichnen dieses Projekt aus.
Die Familie von Harlessem baut ein BSH in Siegen und steigt in den BSH-Vertrieb ein. Das Blog ist in 2006 irgendwann 'versiegt'.
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]mehrMassivbau mit Keller - geradezu unheimlich schnell hochgezogen.
Nette Sammlug von Bautagebüchern
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