Zunächst hatten wir heute einen klassischen Spätstart. Ich selbst war irgendwie wie erschlagen - da steckten mir die Strapazen der Dach-Woche mehr in den Knochen als mir lieb und bewusst war (oder werde ich einfach nur alt?). Und dann war da noch die bohrende Frage, ob man nicht doch jetzt, obwohl eigentlich schon zu spät - noch Dachhaken nachrüstet und wenn ja welche und wo bekommt man sie und was kosten sie????
So standen wir dann erst gegen 10:20 vor dem gestern Abend begonnen STahlgerüstaufbau am Wintergarten. Opa trudelte auch bald ein und so stand das Gerüst mit seinen zwei Lagen recht schnell.
Die vordere Seite unten am "Glasdach" musste nach aussen noch mit Ortgangblech bestückt werden. Dazu haben Tobi, Opa und ich das Rollgerüst auf den beiden letzte Woche verlegten Bohlen verfahren. Der Zielbereich blieb aber dennoch unerreichbar, so wie das Rollgerüst jetzt stand, kam ich nicht an die unteren drei Schrauben der Aluschiene heran. Sollten wir das kleine Apfelbäumchen doch noch kappen oder das Gerüst zum Umsetzen komplett abbauen, über den Baum hieven und wieder aufbauen. Der Job hätte den Samstag gefüllt. Also habe ich mich dann doch zur Wackelnummer auf der 8m Leiter durchgerungen. Währenddessen haben Tobi und Janine den bisher nur mit Blaufäule-Schutz vorbehandelten Traufbohlenbereich des WIntergarten mit Sikkens Cetol HSL kiefer vorgestrichen.
Nach meiner Darbietung auf der 8m Leiter noch vom Rollgerüst aus das Stückchen geschnittenen Firstziegel drauf (einseitig unter die Firstklammer, andere Seite gebohrt und mit 4,5x45 A2 Spenglerschraube befestigt), die Firstscheibe zugeschnitten und mit Spenglerschraube befestigt.
Nun konnten Tobi und ich das Gerüst abbauen während Opa und Janine aus den fünf Millionen Lattenstückchen der ehemaligen Dachbewehrung die Schrauben rausdrehten.
Dann haben Tobi, Opa und ich das Rollgerüst wieder aufgebaut und zwar im Wintergarten. Mit diesem Alugerüst von Krause macht das leidige Umsetzen dann fast schon Spaß. Tobi hatte dann noch eine Verabredung, zu der ihn Opa fuhr, so daß nur Janine und ich auf dem Bau verblieben. Ich habe mir die Oberfröäse zum Hertsellen der Nuten für die Dachhaken in der Traufbohle des Wintergarten bestückt während Janine weiterhin Schrauben aus den ehemaligen Dachbewehrungen rausschraubte und sortierte.
Chris musste ja heute im Centermanagement im Einkaufszentrum arbeiten, hat aber vorher noch die Dachhaken besorgt. Feuerverzinkter Stahl und mit knapp über fünf Euro gar nicht so teuer; sowie von der Berufsgenossenschaft Bau zugelassen.
Die müssen also in den nächsten Tagen aufs Dach.
Nach diese manstrengenden
Mit Janines Hilfe habe ich es heute geschafft ein Ortgangblech am Solarkasten zu montieren. Ich war von einer Stunde Montagezeit ausgegangen. Wegen kräftiger Windböen und voller Hosen beim Bauherrn in 8 m Meter Höhe auf dem Gerüst mit 3 m langen und 30 cm breiten Blechen hat die Aktion dann aber doch zwei Stunden gedauert. Die restlichen Bleche haben wir uns dann wegen ständig kräftig werdender Windböen und erster Regentropfen erspart.
Während wir also am Dach arbeiteten haben Tobi und Chris das Gerüst an der Vorderseite abgebaut und nach hinten zum Wintergarten geschafft. Das ist der nächste Schauplatz. Dort müssen die 5,4 Meter langen und 1 Meter breiten Doppelstegplatten in 5 bis 6 Meter Höhe montiert werden - die nächste Herausforderung. Aber nachdem Tobi um 18:30 das Feld geräumt und Janine und ich um 19:00 die Dacharbeiten am Bio Solar Haus eingestellt hatten, habe ich nur noch in den Erdhügeln am Wintergarten die Stellflächen fürs Gerüst gehackt und gebuddelt sowie mit Chris noch einen Gerüstblock gestellt und ausgerichtet.
Damit ist aber auch schon klar, daß wir morgen keine Platten mehr auf den Wintergarten montieren können: Die Balken des Wintergartens sind noch nicht komplett lasiert! Im Dachüberstand ist nur eine zweimalige Grundierung erfolgt. Die beiden Anstriche mit Sikkens Cetol HSL und Cetol Nova Tec stehen noch aus. Da selbige Lösemittelhaltig sind, sollten die Stegplatten erst "einige Tage" nach erfolgtem Anstrich montiert werden.
Nachdem sich der Bauleiter gestern nicht mehr zum Anruf wegen beschädigter Doppelstegplatten und de mUmgang damit gemeldet hatte, tat er dies heute mit einem alarmierenden Hinweis: Längsrisse in einer Doppelstegplatte können ein echtes Problem werden; man sollte undedingt an ihrem derzeitigen Ende ein kleines Loch von 1..2 mm Durchmesser bohren um die Spannung heraus zu nehemen. Toll - wir hattem die beschaädigten Platten im Erdgeschoss aussortiert. Alle anderen wurden ins Obergeschoß transportiert und dort gestapelt. Da sich Bauleitung vom BSH nicht meldet, entscheidet Bauherrschaft die drei schadhaften Platten (Ausbrüche an der Sägekante Schmalseite, sehr viele Späne in den Platten, Längsriss von der Schmalseiten-Sägekante) als weniger schlimm hinzunehmen um nur endlich das Dach geschlossen zu bekommen. Die schadhaften Platten kommen also oben auf den Plattenstapel im Obergeschoß drauf. Selbiger wurde gestern von oben nach unten auf das Dach montiert. Heute meldete sich dann die BSH-Bauleitung und verkündete, daß Längsrisse in den Doppelstegplatten gefährlich seien und zur Ausbreitung neigen würden. Als Gegenmassnahme kann am aktuellen Ende des Risses ein Loch mit 1..2 mm Durchmesser gebohrt werde.
Sooooo - wat nu? Die Angst vor zukünftigen Schäden, die man dann ja selbst zu verantworten hat - man wurde ja gewarnt - übernimmt die Kontrolle. Hinzu kommt, daß irgendwo Toleranzen am First auftreten, die sich mit Toleranzen bei der Länge der Plexiglasplatten von Röhm addieren. Anders ausgedrückt: Röhm gibt 5mm Dehnung je Meter Plattenlänge bei -30°C bis +70°C an. Bei 2,5 m langen Platten werden also am oberen Ende rund 15mm Dehnungsluft benötigt. Einige Platten haben aber nur 5mm. Nun ist es zwar recht warm und lt. Bauleitung dürfte nix passieren. ABer ich fühle mich doch etwas unwohl und so gibt es mittlwerweile bereits zwei gute Gründe die Platten nochmal abzunehmen.
Ich beginne also alleine die bereits verlegten 8 Doppelstegplatten auf der Rückseite des Bio-Solar-Hauses wieder zu demontieren. Als besonders nervig und kraftraubend erweist sich dabei die aufgeschnappte obere Aluschiene.
Gegen Mittag habe ich dann die Platte mit dem Längsriss erreicht, - es war natürlich die ganz aussen - den Riss angebohrt und beginne mit der erneuten Montage der Platten. Die unteren Saluschienen müssen dazu ebenfalls von den Sparren geschraubt, neu ausgerichtet und wieder befestigt werden.
Gegen Abend fehlen auf der Rückseite noch 2 Platten als Tobias zu Hilfe kommt.
Beide Platten kriegen wir mit einer halsbrecherischen Akrobatikeinlage meinerseis rein. Aber an der zweiten Schiene von aussen fehlen die untersten drei Schrauben.
die sind so absolut nicht zu erreichen.
Himmel, A... und Zwirn - dabei hatte ich mit dem Vertretungsbauleiter extra noch über die Montage von Dachhaken gesprochn. "Nein, brauchen sie nicht, da kann man einfach ein paar Ziegeln zum Laufen hochschieben." Damals war ich so blümernat und habe das geglaubt. Mittlerweile weiß ich, daß das nur für einige wenige Flächenziegel gilt.
Um in Zukunft - man weiß ja nie - nicht immer ein Gerüst stellen und diverse Ziegeln zur Befestigung cvon Dachleitern entfernen zu müssen, habe ich mich entschlossen, wenigstens da wo man jetzt noch rankommt, Dachhaken einzubauen. Das wird zwar keine einfache Übung, aber momentan bin ich an die Höhe gewöhnt.
Das klingt ja richtig gut und das ist es auch. Ich habe heute den Übergang vom Dach in den Wintergarten fertig aufgebaut. Bei der Bauleitung hatte man nach diversem aufreibendem hin und her immer noch nicht zur Kenntnis nehmen wollen, daß das in ihrem Auftrag angelieferte Wandanschlussprofil mit dem in den Zeichnungen dargestellten Teil rein gar nichts zu tun hat. Anderer Öffnungswinkel, anderer Dichtgummi ... Insofern sind dann auch die zuletzt zugeschickten Zeichnungen nutzlos. Und das obwohl ich mir die Mühe gemacht hatte, das Profil exakt abzunehmen und zu vermassen. Na denn - unser Herr Bauleiter war ja nicht da und der Vertretung kann man ja nichts anlasten - oder doch? Oder vielleicht der Geschäftsleitung der Fa. Bio-Solar-Haus Becher? Heute kamen dann auch wieder einige wichtige Fragen auf, aber der Griff zum Telefon zwecks Erreichen des Bauleiters blieb wie auch SMSsen erfolglos. War ja auch völlig unwichtig, ging ja nur darum, ob wir drei der gelieferten Plexiglas-Doppelstegplatten wegen Fehlern reklamieren oder gefahrlos einbauen können und damit den für übermorgen angekündigten Regenfluten entgehen könne oder ob wir sie eben nicht einbauen und reklamieren. Wie gesagt unwichtige Kleinigkeiten - es geht ja lediglich darum ob ein paar hundert Liter Wasser ins Bio-Solar-Haus eindringen oder nicht . Völlig belanglos, keinen Rückruf wert!
Nach der ersten Testplatte auf der Rückseite war klar: es geht und man braucht einen effektiven Weg um die Doppelstegplatten aufs Dach zu bekommen.
Zunächst war mein Augenmerk auf die Loggia gefallen. Aber um die Platten vom Wintergarten (EG) über die Loggia (OG1) in den Dachstuhl zu bekommen, müsste man die Gewebeplanen über der Loggia öffnen - genau die, die aktuell regendicht sind. Das kommt nicht in Frage. Nächste Variante ist das Hochreichen zwischen Gerüst und Gebäude im Giebel. So war die Testplatte hoch gekommen. Aber das war ziemlich schwierig und peronalintensiv. Schlauer ist die Variante die Platten durch die selbst gesägte Öffnung im Fußboden des Spitzbodens hoch zu reichen. Die Öffnung hat die Länge eines Sparrenabstandes und ist ca. 70 cm breit. Eine schräg gestellte, 97 cm breite und 2cm starke Platte paßt da gerde durch.
Natürlich sollten auch die Aussensparren wetterfest verkleidet sein, also ab aufs Gerüst und Dachpappe als Unterdeckung für die Schieferplatten aufnageln.
Um aus den gelieferten Aluminium- und Kunststoffhalbzeugen die benötigten Funktionselemente herzustellen, muss man Schraubenlöcher in die Schienen bohren, die Haltewinkel mit Blindnieten montieren und viele, viele mitgelieferte Aluspäne von den Gummidichtungen kratzen und wegkehren.
Janine hat das Bohren der Aluschienen anhand der gestern angefertigten Bohrschablonen übernommen. Das macht unsere 'Bohrfee' wirklich hervorragend!
Beim Verbinden der Haltewinkel auf den Schienen mit Edelstahl Blindnieten gab es dann aber Probleme: Die Niete liessen sich nur mit extremem Kraftaufwand stauchen - sehr ungewöhnlich. Nach wenigen Nieten verweigerte meine gute alte Blindnietzange dann den Dienst. Chris fuhr gleich in einen Baumarkt und holte die beste (und teuerste), die es dort gab. Trotz nagelneu und sauteuer ging damit gar nichts. So durfte Chris das Teil am nächsten Tag unter Erleiden der Höchststrafe "Warenretoure im toom Baumarkt" das Schrotteil zurückgeben und in einem Fachgeschäft eine richtig gute Blindnietzange holen. Die schaffte es dann zwar, aber nach wenigen Nieten brach ich ab, da ich bei dem extremen Kraftaufwand befürchtete, die (unwirklich teure) Nietzange würde brechen. Um das ganze einzuschätzen fuhr Chris dann mit den von Bio Solar gelieferten Edelstahlnieten, der Super-Nietzange und ein paar von mir gebohrten Alublechteilen zum Fachhandel. Dort kam man dann zum Schluß, daß mit den Nieten etwas nicht stimmt. Dummerweise gab man ihr Alu/Stahl Niete mit, die die Anforderungen an die Scherkräfte an den BSH Schienen aber nicht erfüllen. Also durfte sie nochmal zum Fachhändler und die sauteuren V2A/V2A Niete holen.
Ein Telefonat mit dem Halbzeug-Herstelelr von Bio-Solar brachte auch nichts: Diese Niete kriegen angeblich alle BSH-Bauer und da gibt es keine bekannten Probleme. Also wieder nur wir - ich glaube es nicht!
Die Niete vom Fachhändler ließen sich dann zum Glück einwandfrei verarbeiten.
Fazit: Irgendwas ist das bei BSH falsche gelaufen und hat uns drei Tage lang (OK - drei Feierabende lang) aufgehalten - Danke!
Heute habe n Tobi und ich das Gerüst am Giebel oben gestellt. Da wir dort 'im Berg' arbeiten müssen, muss das Gerüst eingegraben werden. Ein mühseliges Unterfangen! Bereits letzten Samstag hatten wir versucht mit einem der Beton U-Steine von der alten Terasse etwas Höhe zu gewinnen. Aber wenn wir diese Betonsteine gerade noch mit 3 Personen in den Fundamentgraben hinein bekommen - wie sollen wir sie jemals wieder dort heraus kriegen?
ALso mus eine andere Lösung her: Aus gegeneinander versetzt gestapelten Beton-Pflastersteinen wird ein sieben-lagigeger Pfosten gebaut und auf der Erde-Seite der verbleibende Rest weggeschaufelt. ein Bohlen-Abschnitt sorgt für breitere Standfläche und noch mehr Stabilität. Mit 2 Lagen Gerüst erreichen wir bereits den höchsten Punkt der Ziegeldeckung an der Rückseite unter den Plexiglasfelder,
Während der Gerüststellerei haben die Mädels am Wintergarten weter lasiert. Kurz vor Vollendung geht jedoch die Farbe aus - selbst Sikekns scheint keine verlässlichen Angaben zum Flächenverbrauch zu machen. Na da werden wir noch jeweils einen Liter Sikkens Grundlasur und Finish-Lasur holen müssen.
Eine Familie baut ihr Bio Solar Haus in Kassel - wohlgemerkt das erste Bio-Solar-Haus in Kassel! Hausbau in Kassel
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Auf bau.de beantwortet BSH-Selbstbauer Frank viele, viele Fragen von Interessenten.
Hochinteressanter Thread!
Familie Kostka baut ein 1 1/2 geschossiges Stahl Bio-Solar-Haus in Braunschweig Lamme
Viele Fotos, keine akuellen Einträge
Die Familie Engelmann baut ein Stahl-Bio-Solar-Haus mit 1 Etage. Harte Arbeit, viele Helfer und eine bloggende Bauherrinnen-Mutter zeichnen dieses Projekt aus.
Die Familie von Harlessem baut ein BSH in Siegen und steigt in den BSH-Vertrieb ein. Das Blog ist in 2006 irgendwann 'versiegt'.
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]mehrMassivbau mit Keller - geradezu unheimlich schnell hochgezogen.
Nette Sammlug von Bautagebüchern
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