Schon fast Tradition ist es geworden, dass der Bauherr sonntags alleine den Fummel- und Kleinkram erledigt, der die Woche über und samstags liegen geblieben ist - Frickeleien halt, die man nicht sieht, ohne die es aber nicht geht:
Diesen Sonntag waren es die Fliesen-Verlegemuster, die ihre Zeit forderten.
... richtig: Immer selber messen ist Pflicht. OK, habe ich im Eifer nicht berücksichtigt und Tobi's Aussage, seine erste selbs gestellte Trockenbauwand sei top im Lot ist nicht ganz korrekt - um genau zu sein etwa 16 Millimeter inkorrekt. Das macht bei 2,2m Fliesenhöhe dann schlappe 13 mm. bei geplanter 5 mm Eckfuge wären das dann oben inakzeptable 18mm Fugenbreite. Ich habe also die ersten zwei Fliesenreihen der einen Duchenseite gleich wieder "abmachen" dürfen. Fliesen runter, Mörtel von Fliesen und Abdichtung abkratzen, Fliesen waschen und das war dann der Arbeitsabend. Gute Nacht!
sollte jetzt der Innenausbau mit voller Kraft vorangetrieben werden. Aber es gibt ja die natürliche Aberation oder so... Nachdem die Innenwände und Decken nun auch im Bio-Solar-Haus Erdgeschoß fast fertig beplankt, geschpachtelt und geschliffen sind, sollte es an die Finalbeschichtung und den Fussboden gehen. Sollte....
Im Holzhaus, in dem man fast kein Holz sieht, wollten wir wenigstens sichtbaren Holzboden haben. Nachdem OSB für die größeren Flächen bei der Familie nicht den richtigen Anklang fand, sollte es Parkett sein. Buche gedämpft, eine Sorte fast durchgängig. Die Auswahl wurde durch ein aktuelles Angebot unseres Holz-Lieferanten beflügelt.
Fliesen im Bio-Solaren Gäste-WC, im Bad, im Eingangsbereich und später im Wintergarten. Fichte-Dielen in der Loggia und OSB im Hauswirtschaftsraum. Diese Auswahl war recht schnell getroffen und von allen Seiten akzeptiert. Alles easy? Denkste - Probleme braucht das Bauprojekt. Das liebe Parkett möchte mit einer Unebenheit bis höchstens zu den Werten der DIN 18202 verlegt sein. Die OSB-Platten im Obergeschoß unseres Bio-Solar-Hauses schienen dem nicht zu genügen, da sie in der Mitte über den zentralen Stahlträger gespannt waren. Die DIN geht nun von einem Stichmaß, also der Tiefe zwischen zwei Hochpunkten als Maß aus. Wie soll das aber gehen, wenn in der Mitte des Geschosses eine wesentlich höhere Linie verläuft? Rechts und links davon geht es jeweils auf wenigen Zentimetern Länge um gut 1,5 Zentimerter runter. Kam daher auch unser allzeit bemängeltes Knarren, Knirschen und Knacken des Bodens im Obergeschoß?
Die sich anbahnende Katastrophe wurde vom herbeigerufenen Bauleiter kurzerhand durch Heraussägen des hochgewölbten OSB-Bodens über dem Stahlträger behoben. Leichte, sich durch die nahegelegenen Dämmungs-Einblasöffnungen ergebende Instabilitäten behoben wir durch Unterschrauben von Laschen aus Schalbrettern und so könnte nun der Boden verlegt werden. Tja könnte, wenn wir die Holzfaserplatten zur Trittschalldämmung schon bestellt hätten. Haben wir aber nicht, da deren Anzahl wegen oben beschriebener Unebenheitprobleme unklar war und der Lieferkosten wegen nicht auf mehrere Lieferungen aufgeteilt werden sollte. Mein Gott ist das kompliziert..
Also erstmal was anderes anfangen. Trockenestrichelemente für die Fliesenbereiche bestellt - Lieferzeit ca. 2 Wochen. Das wird also auch nix. Dielen für die Loggia - dafür braucht es auch die HF-Dämmplatten - wird auch nix.
Bleiben als Arbeit für die Damen die Wände der Loggia zu streichen. Dazu müssen die Testanstriche runter, Restflächen gespachtelt und die Übergänge zum Wintergarten fertig sein. Also beplanken Tobi und ich die Aussenwände im Wintergarten mit Fermacell. Die Traglattung der Dämmplatten des Aussenhauses ist jedoch nicht hoch genug um mit einlagiger oder gar zweilagiger Beplankung die Rahmen der Wintergarten-Verglasung zu erreichen. Damit nicht Anschlussleisten gesetzt werden müssen, entschliessen wir uns, die Traglattung durch eine weitere Lage Schalbretter zu ergänzen. Das macht 24 mm zusätzlich und dann erreichen wir mit einer 12,5mm FC-Platte die Fensterrahmen. Ja und dann ist noch der Lufteintritt in den Zwischenraum der beiden Bio-Solar-Häuser zu gestalten. Dem Bio-Solar-Haus Prinzip zu Folge wird die Luft im Wintergarten von der Sonne erwärmt und steigt in den Dachraum auf. Kühl-feuchte Luft aus dem Zwischenraum der beiden Häuser wird nachgezogen. Und die muss ja irgendwie in den Wintergarten gelangen. Dazu sind Öffnungen in der Luftschicht erforderlich. Die sollen aber nicht nur hässliche Löcher sein, sondern sich unauffällig in den Wintergarten integrieren. Lochblech-Blenden waren angedacht. Ausser teuer waren die aber auch hässlich. Also ein Eigenbau mit Holzgittern aus Sperrholzstreifen? Auch hier half ein Gespräch mit dem Bauleiter: Lamellentüren aus dem Baumarkt waren früher die bei BSH-Bauherren beliebte Lösung. Und der hiesige Bauherr hatte da sogar noch was herumstehen. Alles zur Säge und zum Leimtopf und schon waren die Lüftungklappen und gleich noch die Zugänge zum "toten Raum" Geschichte.
Die eigentliche Beplankung im Wintergarten war dann nur noch der übliche, aber endlos lästige Kleinkram. Nach Schleifen, Spachteln, Schleifen, Grundanstrich mit Quarzgrund und Schlussanstrich mit Lehmstreichputz werden am nächsten Wochende die Wände im Wintergarten wohl fertiggestellt werden.
Aber eigentlich sollte doch der Innenausbau ... wie gesagt leichte Aberation!
Ach ja, der Bauherr hat sich neu verliebt -- in eine Kapex Säge von Festool. Das Testgerät wurde angeliefert und weckt ob seiner Genialität Begehrlichkeiten bei Bauherr und Junior. Die Damenwelt beschränkt sich auf Äusserungen wie "Naja - sägt halt. Ist ne Säge für Bretter!" Ja stimmt, aber was für eine!!!
Nachdem Wände, Dachschrägen und Decken im Obergeschoß des Kasseler Bio-Solar-Haus fast fertig errichtet, beplankt, gespachtelt und geschliffen sind, haben wir das Erdgeschoß in Angriff genommen und dort geht es deutlich schneller voran. So haben wir genau heute die Deckenbeplankung im Wnhnzimmer abgeschlossen (Männersache) und die halbe Fertigstellung der Wohnzimmer-Wandspachtelei (Frauensache) bestaunen dürfen. Bodenbeläge und die abschließende Lieferung Fermacell-Platten für EG-Flur und Treppenhaus sind unterwegs.
Keine Lösung gibt es allerdings - und das ist schon fast ein Widerspruch in sich - für das nicht-solare Energieversorgungskonzept unseres Bio-Solar-Hauses. Kompliziert? Klingt so, isses aber nicht: Wenn die Sonen nicht scheint, also keine Energie liefert will man es ja im Haus trotzdem warm haben und vielleicht auch mal duschen. Dafür braucht es Energie wie in einem gewöhnlichen Haus, halt nur weniger. Der im BSH-Konzept ursprünglich vorgesehene Holzofen scheint uns nicht die Lösung: Zu teuer bei zu geringem Wirkunsgrad. Wir hatten dann eine Gastherme geplant. Selbige ist durch die (bei den Städtischen Werken Kassel zumindest) extrem hohe Netzanschluß-Gebühr und die exorbitanten Preissteigerungen der letzten Jahre bereits extrem überteuert. Die perverse Tarifgestaltung mit dem Alleinziel der Verbraucher-Verwirrung tut ihr übriges dazu. Und nur mit dem elektrischen Heizstab zuheizen ist neben energetischem Unsinn auch noch sehr teuer.
Enthalpie-Verfahren sind technisch sehr interessant und verursachen beim Bauherrn heftiges Kribbeln, aber machen 50 Kubikmeter große unterirdische Speicher irgendwie Sinn?
Kann man die Durchschnitsszahlen der Energiebdarfsberechnung überhaupt auf uns anwenden?
Wieviel Energie benötigen wir ganz individuell überhaupt noch im neuen Bio-Solar-Haus in Kassel? Fragen über Fragen und keine Antworten. Zur Näherung müsste man eigentlich ertsmal zwei Jahre Testwohnen und die Verbräuche erfassen.
Wie allerdings wohnen ohne Heizung? Diese Fragen habe ich lange im Geiste bewegt und eine mögliche Lösung gefunden.
Dazu gibts später mehr - vorab sei aber schon mal erwähnt, daß Hacke, Spaten und Schippe doch wieder hervorgeholt werden müssen.
Hurra, Wände, Dachschrägen und Decken im OG sind fertig beplankt - bis auf ein winziges Anschlusstück neben dem Versorgungsschacht im Arbeitszimmer. Selbiger kann aber erst ausgeführt werden, wenn die Rohre zwischen Speicher und Heizkreisverteiler im OG ausgeführt sind. Diese hängen wiederum vom Speicher, seinen Anschlüssen und der Pumpe ab. Der Speicher ist aber noch eine unscharfe graue Wolke!
Der ursprünglich von Bio-SOlar-Haus geplante Calo-Block Speicher ist sehr teuer und scheint ein schlechtes Schichtverhalten zu haben. Wen nman mal ein Modell gesehen hat, wundert das nicht. Genau auf diesen Speicher wurden aber von BSH alle Planungen wie Öffnungen in der Bodenplatte usw. abgestimmt. Einen neueren Speciher mit größerem Volumen und größerer Standfläche bekommt man da nicht hin. Ermuss also eine rechteckige Grundfläche haben und sehr hoch sein um ein ordentliches Speichervolumen zu erreichen.
Derzeit sind wir diesbezüglich auf der Suche - und es sieht schlecht oder besser gesagt unrealisierbar teuer aus....
Die erste Dusche in unserem Bio-Solar-Haus hat Tobis nehmen dürfen. Nicht ganz freiwillig und eisig kalt, aber immerhin... Und das kam so: Im Gäste-WC im EG haben wir die Wasserinstallationen fertiggestellt. Vor dem Verschließen der Wände wird dann mit einer Abdrückpumpe jeder Strang auf Dichtheit geprüft. Dafür gibt es entsprechende Protokolle vom DVGW. Zuerst also pumpt man gegen ein leeres Rohr, das geht sehr leicht. Je nach Größe wird dann langsam Druck aufgebaut und man muss mehr Kraft in die Abdrückpumpe stecken. Der Kaltwasser-Strang ist der größte und so gönnte ich ihm ein paar kräftige Hübe mehr... Ein gellender Schrei von Tobi, ich sah ihn nur noch zur Küche hechten und öffnete das Rückventil. Ein toller Springbrunnen bis unter die Decke, ein Strahl über die Werkzeugablage und ein nasser Tobi, der krampfhaft das Kaltwasser-Rohr in de Küche zuhielt, waren die Folgen meiner hirnlosen beherzten Aktion.
Die Strafe kam wenig später: Der Warmwasser-Strang hatte das Protokoll erfolgreich hinter sich. Wir benötigten den Abdrückstopfen des Warmwasser-Anschlusses in der Küche für einen anderen Kreis. Also sollte Janine den Druck ablassen und meldete zurück, daß kein Wasser mehr käme. Ich lockerte den Stopfen und nun wurde Tobi zum zweiten und ich zum ersten Mal geduscht, denn Janine hatte das falsche Ventil geöffnet, wir bekamen also die vollen 10 bar Testdruck mit entsprechendem Wasserauswurf bei im System vorhandener Luft ab.
Aber wir hatten viel Spass und alles trocknete auch wieder.
Mit Fertigstellung der zweiten Beplankungsschicht im Gäste-WC fand der Tag dann seinen Abschluss.
Der Innenausbau ist auch während des Dauerfrosts vorangegangen.
Probleme mit der Dämmung wurden besprochen.
Der Fensterbauer war zum Nachbessern da ...
Die Elektroinstallation hat die 1000 m Kabel Marke bereits deutlich
überschritten.
Alle Heizkreise im OG sind abgedrückt.
Die Abwasserleitungen sind fertig.
Die Wasserinstallation im OG ist komplett, im EG zu 60% fertig.
Nach Eigenversuchen haben wir ein klares Bild der weiteren Wandbeschichtung.
Erstmals wurde diese Woche die Loggia von der SONNE auf 25 Grad geheizt;
das brachte das OG auf gut 12 Grad und die Bauherrschaft in freudige Erregung!
Vom Baufortschritt im EG reden wir lieber nicht ...
Hier ein paar aufgestaute Eindrücke:
Schlecht vorangekommen sind wir heute:
Chris musste an ihrer Arbeitsstelle schaffen, Tobi hatte nachmittags/abends ein Basketballspiel und auch sonst war heute gar nichts mit ihm los. Er neigt in letzter Zeit verstärkt dazu sich Probleme zu backen, wo keine sind. Aus leicht pedantischem Vorgehen wird bei ihm dann eine Blockade mit endlosen Diskussionen, in die er den Rest der Truppe reinzieht. Scheußlich ärgerlich und demotivierend für alle. Heute sollte er alleine im OG den Verlege-Weg für zwei Alu-Verbundrohre durch die Installationsebene und zwei Metallständerwände herstellen. Also ca. 10 Latten ausklinken, zwei Ausschnitte in Fermacell und CW-Profil machen. An einem Ausschnitt habe ich ihm gezeigt, wie das geht, gleiches an ein paar kreuzenden Latten. Von morgens bis gegen siebzehn Uhr hat er es lediglich auf fünf Lattenausschnitte und einen Fermacell-Ausbruch gebracht. Erschreckend - besonders wenn man ihn mal beim Jammern erlebt hat, wie schlecht es ihm geht, daß er ständig auf dem Bau schuften muss und seine Kumpels brauchen das nicht .... Und wenn man ihn erlebt hat, wie und in welchem Ton er die Mädels anmotzt wenn denen ein Fehler unterläuft oder sie ncht vorankommen. Na denn das war mal besser und wird es hoffentlich wieder werden.
Was gab es heute sonst noch? Ach ja, Janine und ich haben die Deckenheizung im Wohnzimmer fertig verlegt und den Verteilerkasten im Hauswirtschaftsraum montiert. Mit 220 Metern und drei Heizkreisen ist das Wohnzimmer ein regelrechtes Rohrgrab. Nun müssen nur noch in Bad und Küche die Deckenheizungen angebracht werden - und das sind nominell nur noch 140 Meter.
Beim Verlegen der OSB-Bodenplatten im EG habe ich nicht auf den Anschlag der Türen geachtet. Einfach in allen Zimmern, wo später keine Fliesen hinkommen, OSB auf die Schalung und fertig. Denkste! So schnell das Verlegen damals ging, desto länger dauert jetzt die Feinanpassung, da unter zwei Türen das OSB entfernt werden muss ohne die darunter liegende Schalung zu verletzen. Nach dem Entfernen des OSBs muss dort dann die Sparschalung zur Stützung der Trockenestrich-Elemente ergänzt werden. OK - keine Katastrophe, aber hält auf und ist einfach ärgerlich.
Weiter konnte ich heute das letzte "Querpfettenfenster" im Wintergarten einbauen - insgesamt eine aufwändige, aber sehr gefällige und sich harmonisch im Gesamtbild einfügende Lösung. FERTIG!
Chris hat heute Fichte Leimholztafeln geholt aus denen ich morgen die Verkleidung für die Loggia-Decken-Aussenseite schneiden werde. Die muss noch vor dem Loggia-Geländer montiert werden, dessen Fronthölzern Chris heute den zweiten Endlasuranstrich mit Sikkens Cetol verpasst hat. Der Handlauf hat bereits gestern "die letzte Salbung" von Chris erhalten. Richtig schnuckelig sieht das Holz jetzt aus!
Nachdem wir die französichen Balkone selbst angefertigt und montiert haben, ist beim Team die anfängliche Abneigung gegenüber meiner Idee, das Loggia-Geländer ebenfalls selbst zu bauen, gewichen. Exakte Zeichnungen, Statiknachweis und nicht zuletzt ein befriedigendes Angebot für S13 Holz führten heute zur Bestellung der benötigten Materialien beim Holzhändler.
Eine Familie baut ihr Bio Solar Haus in Kassel - wohlgemerkt das erste Bio-Solar-Haus in Kassel! Hausbau in Kassel
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Auf bau.de beantwortet BSH-Selbstbauer Frank viele, viele Fragen von Interessenten.
Hochinteressanter Thread!
Familie Kostka baut ein 1 1/2 geschossiges Stahl Bio-Solar-Haus in Braunschweig Lamme
Viele Fotos, keine akuellen Einträge
Die Familie Engelmann baut ein Stahl-Bio-Solar-Haus mit 1 Etage. Harte Arbeit, viele Helfer und eine bloggende Bauherrinnen-Mutter zeichnen dieses Projekt aus.
Die Familie von Harlessem baut ein BSH in Siegen und steigt in den BSH-Vertrieb ein. Das Blog ist in 2006 irgendwann 'versiegt'.
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]mehrMassivbau mit Keller - geradezu unheimlich schnell hochgezogen.
Nette Sammlug von Bautagebüchern
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