Nach hartem und zähem Ringen mit dem Schweißer sind die Wärmespeicher endlich eigetroffen. In einer Nacht-Und-Nebel Aktion vom Transporter auf den Hof abgeladen harren wir der Qualität, die wir morgen erblicken werden!
Nach den vielen Innenarbeiten der vergangenen Monate waren Tobi und ich zunächst richtig froh mal wieder Aussenarbeiten auf dem Plan zu haben.
Wir planen ja die vom Bio-Solar-Haus neben der Solarversorgung benötigte Zusatzenergie zunächst malexakt für uns zu ermitteln. Alle Statistik über mittlere Energieverbräuche in DE hilft dabei wenig. Genauso wertlos ist dabei der Energieausweis des Hauses - viel zu viele Standard-Annahmen fließen dort ein, die auf uns absolut nicht zutreffen. Bevor wir also den ursprünglich mal geplanten Holzofen oder die später ins Auge gefasste Gas-Brennwert-Therme für viele, viele hartverdiente Euros realisieren, möchten wir wissen, wieviel Energie genau wir im Bio-Solar-Haus verbrauchen und welche Energiequell dafür die bessere und/oder preiswertere ist.
Logische Konsequenz: Erst mal messen! Dazu braucht es aber bereits besagte Zusatzenergie.
Bei uns ist das recht einfach, wir haben ja auf dem Grundstück unser altes Haus mit einer guten Gasheizung. Für einige Jahre könnten wir dort die benötigte Rest-Energie über eine Fernwärme-Leitung abzapfen. Ein Wärmemengenzähler würde uns dann genau mitteilen, wie hoch unsere tatsächlicher Energiebdarf ist und wir könnten dann die Energieform (Holz, Gas oder was auc himmer) festlegen und ein entsprechendes Heizgerät installieren.
Soweit zum Plan! Am Montag begannen wir mit dem Ausheben des Grabens für die Fernwärmeleitung. Gestern wurde er fertig. Auch der Kellerwand-Durchbruch im alten Haus wurde noch erledigt. Heute war wiederum großes Buddeln angesagt um die KG100 Reserveleitung zum alten Haus "mzulegen" - schließlich werden zur Remote-Heizungssteuerung und Wärmemengenauswertung noch Signalleitungen benötigt, die im selben Graben verlaufen sollen. Blasen an den Händen, Schweiß, Ächzen bestimmten also den heutigen Bauherren-Tag.
Nachdem Wände, Dachschrägen und Decken im Obergeschoß des Kasseler Bio-Solar-Haus fast fertig errichtet, beplankt, gespachtelt und geschliffen sind, haben wir das Erdgeschoß in Angriff genommen und dort geht es deutlich schneller voran. So haben wir genau heute die Deckenbeplankung im Wnhnzimmer abgeschlossen (Männersache) und die halbe Fertigstellung der Wohnzimmer-Wandspachtelei (Frauensache) bestaunen dürfen. Bodenbeläge und die abschließende Lieferung Fermacell-Platten für EG-Flur und Treppenhaus sind unterwegs.
Keine Lösung gibt es allerdings - und das ist schon fast ein Widerspruch in sich - für das nicht-solare Energieversorgungskonzept unseres Bio-Solar-Hauses. Kompliziert? Klingt so, isses aber nicht: Wenn die Sonen nicht scheint, also keine Energie liefert will man es ja im Haus trotzdem warm haben und vielleicht auch mal duschen. Dafür braucht es Energie wie in einem gewöhnlichen Haus, halt nur weniger. Der im BSH-Konzept ursprünglich vorgesehene Holzofen scheint uns nicht die Lösung: Zu teuer bei zu geringem Wirkunsgrad. Wir hatten dann eine Gastherme geplant. Selbige ist durch die (bei den Städtischen Werken Kassel zumindest) extrem hohe Netzanschluß-Gebühr und die exorbitanten Preissteigerungen der letzten Jahre bereits extrem überteuert. Die perverse Tarifgestaltung mit dem Alleinziel der Verbraucher-Verwirrung tut ihr übriges dazu. Und nur mit dem elektrischen Heizstab zuheizen ist neben energetischem Unsinn auch noch sehr teuer.
Enthalpie-Verfahren sind technisch sehr interessant und verursachen beim Bauherrn heftiges Kribbeln, aber machen 50 Kubikmeter große unterirdische Speicher irgendwie Sinn?
Kann man die Durchschnitsszahlen der Energiebdarfsberechnung überhaupt auf uns anwenden?
Wieviel Energie benötigen wir ganz individuell überhaupt noch im neuen Bio-Solar-Haus in Kassel? Fragen über Fragen und keine Antworten. Zur Näherung müsste man eigentlich ertsmal zwei Jahre Testwohnen und die Verbräuche erfassen.
Wie allerdings wohnen ohne Heizung? Diese Fragen habe ich lange im Geiste bewegt und eine mögliche Lösung gefunden.
Dazu gibts später mehr - vorab sei aber schon mal erwähnt, daß Hacke, Spaten und Schippe doch wieder hervorgeholt werden müssen.
Der Innenausbau ist auch während des Dauerfrosts vorangegangen.
Probleme mit der Dämmung wurden besprochen.
Der Fensterbauer war zum Nachbessern da ...
Die Elektroinstallation hat die 1000 m Kabel Marke bereits deutlich
überschritten.
Alle Heizkreise im OG sind abgedrückt.
Die Abwasserleitungen sind fertig.
Die Wasserinstallation im OG ist komplett, im EG zu 60% fertig.
Nach Eigenversuchen haben wir ein klares Bild der weiteren Wandbeschichtung.
Erstmals wurde diese Woche die Loggia von der SONNE auf 25 Grad geheizt;
das brachte das OG auf gut 12 Grad und die Bauherrschaft in freudige Erregung!
Vom Baufortschritt im EG reden wir lieber nicht ...
Hier ein paar aufgestaute Eindrücke:
Mit Janine's Hilfe habe ich heute gestern den Flur sowie das Südwest-Zimmer im OG mit Deckenheizungs-Schlangen versehen. Über zweihundert Meter Alu-Verbundrohr mussten dazu mäander-förmig gebogen und um die Traglattung auf der inneren Holzschalung verlegt werden. Befestigung wie gehabt mindestens alle 50 cm mit einer selbst angefertigten Rohrschelle. Beide hatten wir gegen Abend einen steifen Nacken sowie Schulterschmerzen - Rohr biegen, hochdrücken, Schelle ansetzen, knapp fünfhundert Schrauben eindrehen ist halt nicht ganz ohne.
Da ich den kurz vor Abendessen angefangenen Flur nicht unfertig lassen wollte, habe ich eine Nachschicht eingelegt und so war die Flurheizung kurz nach Mitternacht wieder zurück zum Verteiler geführt und der Bauherr vollends groggi.
Nachdem das Bio-Solar-Haus Kassel aussen nun fertig ist, wird der Innenausbau fortgesetzt. Und da ist sie wieder, die Frage nach der Energieversorgung in Zeiten geringer Solarerträge. Bislang ist sie noch ungeklärt.
Eine kleine Gas-Brennwerttherme montiert im HWR hatten wir bislang angedacht.
Die städtischen Werke Kassel haben sich durch die verheerenden Preissteigerungen der letzten Monate u.a. beim Gas als vertrauenswürdiger Energie-Anbieter selbst aus dem Feld gekegelt. Wer permanent Tarife ändert und dabei ausschließlich das Ziel der Verdummung und Ausbeutung der Kunden verfolgt, ist für uns kein wirklicher Partner mehr!
Der von Bio-Solar-Haus propagierte Holz-Kaminofen mit Wassertaschen ist mit seinem geringen Wirkungsgrad auch keine echte Lösung. Ein Holzvergaser-Kombigerät für gleichzeitigen (!) Scheitholz- und Pelletbetrieb ist mangels Konkurrenz noch unerschwinglich. Ein Langzeit-Enthalpie-Speicher beschäftigt uns daher seit einigen Tagen in den Planungsgesprächen. Allerdings schreckt ein unterirdischer 40 cbm Speicher dann auch etwas ab...
Ím Sommer hatten sich tausende Fluginsekten durch die Lüftungsöffnungen der Giebel in den Dachstuhl verirrt. Die extreme Hitze unter den Glsplatten war ihnen dann zum Verhängnis geworden und so lagen sie nun auf dem Dachboden herum. Inzwischen sind ja die Rolläden an den Lüftungsklappen montiert - damit dürften dann nicht mehr ganz so viele Insekten hereinkommen..
Um das Insektensterben in Zukunft gänzlich zu verhindern haben wir Aluminium Fliegengitter mit Hilfe selbst angefertigter und im Dachstuhl-grau gestrichener Holzrahmen in den Lüftungs-Öffnungen befestigt.
Ähnliches müssen wir noch an den Lüftungsöffnungen zwischen den Sparren vom Wintergarten zum Dach anbringen. Dann ist auch die letzte Insekten-Falle geschlossen.
Eine Familie baut ihr Bio Solar Haus in Kassel - wohlgemerkt das erste Bio-Solar-Haus in Kassel! Hausbau in Kassel
| Mo | Di | Mi | Do | Fr | Sa | So |
|---|---|---|---|---|---|---|
| << < | > >> | |||||
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | ||
| 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 |
| 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 |
| 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 |
| 27 | 28 | 29 | 30 | |||
Auf bau.de beantwortet BSH-Selbstbauer Frank viele, viele Fragen von Interessenten.
Hochinteressanter Thread!
Familie Kostka baut ein 1 1/2 geschossiges Stahl Bio-Solar-Haus in Braunschweig Lamme
Viele Fotos, keine akuellen Einträge
Die Familie Engelmann baut ein Stahl-Bio-Solar-Haus mit 1 Etage. Harte Arbeit, viele Helfer und eine bloggende Bauherrinnen-Mutter zeichnen dieses Projekt aus.
Die Familie von Harlessem baut ein BSH in Siegen und steigt in den BSH-Vertrieb ein. Das Blog ist in 2006 irgendwann 'versiegt'.
Links via "aktuelles vom Hausbau" navigieren!
]mehrMassivbau mit Keller - geradezu unheimlich schnell hochgezogen.
Nette Sammlug von Bautagebüchern
Infos rund ums Bauen (mit ordentlich Werbung!)