Gestern und heute war der Fensterbauer da.
Zunächst mal wurde sehr gut gearbeitet - ein ganz dickes Lob!
Die vorab mitgeteilten Restpunkte wurden klaglos abgearbeitet. Da hält jemand die Fahne des Handwerks hoch.
Richtigstellung
Daß ich mich hier über ihn muckiert hatte, hatte der Chef erfahren und möchte richtig gestellt haben, daß er nicht gesagt hat, zur Montage der Rolläden würde kein Gerüst benötigt. Dies sei bei einer anderen Montageart möglich, das hätten wir auch besprochen, aber bei unserer würde eben ein Gerüst benötigt. (Die Rollos sitzen aussen vor der Fassade - bei der Montage muss das gesamte Gewicht hochgehalten werden.
Gut, dann haben Chris und ich das beide falsch verstanden - Gerüst muss also von uns gestellt werden.
Die Lösung war einfach: Im K-Giebel haben wir das Alu-Rollgerüst gestellt. Zweimal Umsetzen war mit dem kleinen Gerüst erforderlich um alle Fenster und die Lüftungsöffnung im Dachgeschoss zu erreichen und der Fensterbauer hat beim ersten Umsetzen mit angepackt. Bis auf die noch fehlenden französichen Balkone im ersten Stock ist diese Seite damit fertiggestellt. Der F-Giebel hingegen ist jetzt komplett fertig!
Überblick - was fehlt nun noch an der Fassade?
Unser Fensterbauer hatte ja die Wintergartenelemente nach unten lediglich auf ein KVH gesetzt. Abdichtung und Anschluss nach unten waren ihm mehr oder weniger egal und laut Bauleiter ist der Anschluss nicht mehr sein Gewerk. Wie genau das in userem Spezialfalle zu machen wäre konnte aber niemand sagen. Also diverse Stunden verbraten um sich kundig zu machen und eine Lösung zu finden. Denn ein Wintergarten mit fliessend Wasser von aussen träfe nicht so ganz unsere Erwartung. Eigentlich müsste BSH ja Lösungen für solche Anschlüsse haben und seinen Selbstbauern weitergeben. Zum prinzipiellen Schicht-Aufbau hier ein etwas älteres Foto:

Die Perimeterplatten wurden mit Edelstahlklammern befestigt. Nach oben kommt zwischen Perimeterplatten und Fensterbank noch ein Kompriband. Die Fensterbank wird mit einem Gummiprofil mit mehreren Dichtlippen zum Fensterelement abgedichtet und per Edelstahlschrauben mit Kunststoffscheiben verschraubt.
An den senkrechten Ständer-Verkleidungsprofilen aus Aluminiumblech, die der Fensterbauer einfach mit Neutralsilikon aufklebte, war die Anbindung schwieriger. Die hintere Aufkantung habe ich sehr stark gekürzt, dabei aber in ihrer Funktion zur Verhinderung des Eintritts von Schlagregen erhalten. Dazu mussten die Verkleidungsbleche in montiertem Zustand inklusive der dahinterliegenden KVHs gekürzt werden. Keine leichte Übung, aber gelungen! Der entstandene ca 4mm hohe Schlitz wurde mit PE-Rundschnur hinterlegt und mit Silan Polymerdichtstoff versiegelt. Gerade mal zehn Meter Front erforderten über 12 Arbeitsstunden Montage (OK, ich bin vermutlich zuuuu pingelig) und mindestens die doppelte Zeit an Recherche und Materialbesorgung. Alles Sachen, die - meiner ganz persönlichen, perversen Meinung nach - der Fensterbauer hätte ausführen müssen. Zumindest aber einen Konstruktionsvorschlag hätte ich von ihm oder BSH erwartet.
Schließlich baut BSH ja auch schlüsselfertig - sie müssten also eine Lösung im Köcher haben.
Per Email haben wir am Jahresanfang in die Runde lokaler (=60 km um Kassel) Fensteranbieter gerufen und um Angebote für Fenster, vertikale Wintergartenverglasung, Haustür und Innentreppe gebeten. Null Resonanz.
Per Fax das Ganze mit gleichem Wortlaut und gleichen Adressaten nochmal im Mai 2007 - und siehe da - es gibt doch noch den ein oder anderen bereits totgeglaubten Fensterbauer! Ernüchternd jedoch die Angebote - kaum einer hat den Wintergarten kapiert oder sich die Mühe gemacht, ihn kapieren zu wollen. Aber gerne bis zu 15T € mitnehmen!
Anders die Fa. Langhuth aus Söhrewald. Der Chef ist ein paar Mal vorbei gekommen und man spürt, daß er den Auftrag haben will. ABER irgendwie spürt man auch, daß er den BSH-Planungsunterlagen - nun sagen wir mal nicht vollständig traut.
Eingegangen ist er indes auf unseren Wunsch die Fenster nicht mit den üblichen keiner-weiß-was-drin-ist PU Schäumen zu montieren, sondern eine andere Lösung (Hanf stopfen o.ä.) anzubieten.
Na jedenfalls möchte er dann doch - ohne für uns einsichtigen Grund so einiges anders machen. Aber 3-scheibige Holz-Alu Verglasung aussen am Wintergarten - das ist dann doch rausgeworfenes Geld. Bei einer Doppelsteg-Platten Bedachung mit U=2,6. Also, das BSH Prinzip leider nicht verstanden. Schade, damit kegelt er sich fast aus dem Rennen. Und als er Angebote mit Preisen vorlegt, ist es für ihn schon vorbei. Nachgereicht wird dann noch ein Angebot für die Fenstermontage ohne PU-Sprühschaum - über 2700 Euronen sollen berappt werden - schluck.
Eine Familie baut ihr Bio Solar Haus in Kassel - wohlgemerkt das erste Bio-Solar-Haus in Kassel! Hausbau in Kassel
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Auf bau.de beantwortet BSH-Selbstbauer Frank viele, viele Fragen von Interessenten.
Hochinteressanter Thread!
Familie Kostka baut ein 1 1/2 geschossiges Stahl Bio-Solar-Haus in Braunschweig Lamme
Viele Fotos, keine akuellen Einträge
Die Familie Engelmann baut ein Stahl-Bio-Solar-Haus mit 1 Etage. Harte Arbeit, viele Helfer und eine bloggende Bauherrinnen-Mutter zeichnen dieses Projekt aus.
Die Familie von Harlessem baut ein BSH in Siegen und steigt in den BSH-Vertrieb ein. Das Blog ist in 2006 irgendwann 'versiegt'.
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