Heute haben Chris und ich die fürs Wochenende terminierte finale Beschichtung der Wände in Loggia und Wintergarten fertiggestellt. Von uns modifizierter Lehmstreichptz eines lokalen Anbieters in wunderschön warmem Erdton.
Ursache für die Verzögerung waren die von den verschiedenen Herstellern des Wand- und Beschichtungsaufbaus geforderten Trocknungszeiten für ihre Produkte. Wer will schon gern viel Geld in einen guten Aufbau investieren und die Gesamt-Qualität durch Nichteinhaltung der Trocknungszeiten gefährden? Dadurch wären alle Hersteller aus der Verantwortung und Gewährleistung raus. DAS macht man sich aber nur vor. In Wirklichkeit sind Schadenersatzansprüche im Baubereich in DE kaum durchsetzbar. Namhafte Qualitätshersteller hin oder her - der Dumme ist immer der Bauherr!
Beispiel:
Wir haben im gesamten Innenausbau ausschlieslich Xella Fermacell-Platten verwendet. Selbige haben auf der Rückseite eine aufgedruckte doppelte hellblaue Markierung zur Platzierung der Metallständer. Um die per Werks-Anzeichnung plazierten Ständer bei Verarbeitung von der Vorderseite aus mittig mit einer Schraube zu treffen, haben die Platten auf der Vorderseite eine gestrichelte hellblaue Markierung. Toll, eine wirklich gute, arbeitserleichternde Idee eines Markenherstellers? Wir waren de Verzweiflung nahe als in der ersten Ständerwand im Bio-Solar-Haus Kassel alle Schrauben im unteren Drittel der Platten an den Profilen vorbei gingen. Eine Rückfrage bei Xella Fermacell ergab, daß das nicht sein kann. Nach Rückfrage in der Produktion sei man sicher, daß das nicht möglich ist - ode höchstens mal bei einer Platte - aber völlig unerklärlich. (Das Schreiben liegt mir vor!) Das resultierende Problem ist klar oder? Bei jeder Platte müssend die mittleren Ständer einzeln an Boden und Decke angezeichnet, auf die Gegenseite übertragen und mit Anzeichnung an Boden und Decke per Schnurschlag oder Richtlatte vor dem Verschrauben auf die Platte übertragen werden. Ein deutlicher Mehraufwand, der Zeit und somit zusätzliches Geld kostet!
Tja - von dieser eine Platte haben wir 10.000 kg, also ingesamt 200 Stück bekommen! Richtig - alle gelieferten 5 Paletten mit je 40 Platten 2,75 x 1,25 m - rechne - 687,5 m² (!) waren falsch beschriftet. Und, hat der sauteure Markenherseller Xella Fermacell irgendwas unternommen, sich entschuldigt, Austausch oder Entschädigungn angeboten o.ä.? Natürlich nicht! Schließlich ist man Markenhersteller und begeht keine Fehler. Können wir ja einen Gutachter beauftragen oder so.....
Also was macht Hänschen Bauherr? Genau - Schnurschlagen ohne Ende um die schlöechte Qualität der Markenherstelelrs Xella Fermacell zu korrigieren und sich horrende Vorlagen für irgendwelche Gutachter zu sparen. Was aber ist dann der "gute Name eines deutschen Qualitätsherstellers" noch wert? Also dann doch ein Billigprodukt aus dem polnischen Baumarkt?
Naja, man beugt sich in Hoffnung, jedenfalls haben wir die gewünschten Trocknungszeiten bei der Herstellung und Beschichtung des Bio-Solaren WIntergartens eingehalten. Hoffentlich hält es.
Um den Wintergarten mal fertig zu bekommen fehlt nun noch ein Bodenaufbau - momentan läuft man auf dem rohen Beton der Bodenplatte. Ein Telefonat mit dem Bauleiter brachte Ordnung in die wild ausufernden Überlegungen der Bauherren-Familie: Ein traditionelle Split-Estrich-Fliesen Aufbau erschließt die vom Erfinder des Bio-Solar-Hauses angedachte Wärmespeicher-Kapazität des Wintergartens für die zu Abend und Nacht verschobene Wärmeabgabe. Allerdings müssen hohe Massen bewegt sowie hohe Arbeitsaufwände und Kosten gestemmt werden. Billiger, jedoch begleitet von VErlust an Speicherkapazität ist ein klassischer Holzdecken-Aufbau.
Größter Gefahrpunkt ist jeweils die zerstörerische Kraft der von den Doppelstegplatten im Wintergarten auf den Bodenbelag durchgelassenen UV-Strahlung. Die Versiegelung von Holzböden ist dabei der größte Schwachpunkt. Weicholz wie Kiefer und Fichte sind zudem am wenigsten dauerhaft. Tjaaaaaa - wir werden die Loggia mit Fichte-Dielen auslegen und ölen. Mal sehen wie lange das hält. Im Moment jedenfalls ist das eine ansehnliche und preiswerte Lösung. Wen nes fünf Jahre hält, ist auch der Preis noch OK. Der Leser kann ja in fünf Jahren mal unsere Erfahrungen hier nachschlagen ;-)
sollte jetzt der Innenausbau mit voller Kraft vorangetrieben werden. Aber es gibt ja die natürliche Aberation oder so... Nachdem die Innenwände und Decken nun auch im Bio-Solar-Haus Erdgeschoß fast fertig beplankt, geschpachtelt und geschliffen sind, sollte es an die Finalbeschichtung und den Fussboden gehen. Sollte....
Im Holzhaus, in dem man fast kein Holz sieht, wollten wir wenigstens sichtbaren Holzboden haben. Nachdem OSB für die größeren Flächen bei der Familie nicht den richtigen Anklang fand, sollte es Parkett sein. Buche gedämpft, eine Sorte fast durchgängig. Die Auswahl wurde durch ein aktuelles Angebot unseres Holz-Lieferanten beflügelt.
Fliesen im Bio-Solaren Gäste-WC, im Bad, im Eingangsbereich und später im Wintergarten. Fichte-Dielen in der Loggia und OSB im Hauswirtschaftsraum. Diese Auswahl war recht schnell getroffen und von allen Seiten akzeptiert. Alles easy? Denkste - Probleme braucht das Bauprojekt. Das liebe Parkett möchte mit einer Unebenheit bis höchstens zu den Werten der DIN 18202 verlegt sein. Die OSB-Platten im Obergeschoß unseres Bio-Solar-Hauses schienen dem nicht zu genügen, da sie in der Mitte über den zentralen Stahlträger gespannt waren. Die DIN geht nun von einem Stichmaß, also der Tiefe zwischen zwei Hochpunkten als Maß aus. Wie soll das aber gehen, wenn in der Mitte des Geschosses eine wesentlich höhere Linie verläuft? Rechts und links davon geht es jeweils auf wenigen Zentimetern Länge um gut 1,5 Zentimerter runter. Kam daher auch unser allzeit bemängeltes Knarren, Knirschen und Knacken des Bodens im Obergeschoß?
Die sich anbahnende Katastrophe wurde vom herbeigerufenen Bauleiter kurzerhand durch Heraussägen des hochgewölbten OSB-Bodens über dem Stahlträger behoben. Leichte, sich durch die nahegelegenen Dämmungs-Einblasöffnungen ergebende Instabilitäten behoben wir durch Unterschrauben von Laschen aus Schalbrettern und so könnte nun der Boden verlegt werden. Tja könnte, wenn wir die Holzfaserplatten zur Trittschalldämmung schon bestellt hätten. Haben wir aber nicht, da deren Anzahl wegen oben beschriebener Unebenheitprobleme unklar war und der Lieferkosten wegen nicht auf mehrere Lieferungen aufgeteilt werden sollte. Mein Gott ist das kompliziert..
Also erstmal was anderes anfangen. Trockenestrichelemente für die Fliesenbereiche bestellt - Lieferzeit ca. 2 Wochen. Das wird also auch nix. Dielen für die Loggia - dafür braucht es auch die HF-Dämmplatten - wird auch nix.
Bleiben als Arbeit für die Damen die Wände der Loggia zu streichen. Dazu müssen die Testanstriche runter, Restflächen gespachtelt und die Übergänge zum Wintergarten fertig sein. Also beplanken Tobi und ich die Aussenwände im Wintergarten mit Fermacell. Die Traglattung der Dämmplatten des Aussenhauses ist jedoch nicht hoch genug um mit einlagiger oder gar zweilagiger Beplankung die Rahmen der Wintergarten-Verglasung zu erreichen. Damit nicht Anschlussleisten gesetzt werden müssen, entschliessen wir uns, die Traglattung durch eine weitere Lage Schalbretter zu ergänzen. Das macht 24 mm zusätzlich und dann erreichen wir mit einer 12,5mm FC-Platte die Fensterrahmen. Ja und dann ist noch der Lufteintritt in den Zwischenraum der beiden Bio-Solar-Häuser zu gestalten. Dem Bio-Solar-Haus Prinzip zu Folge wird die Luft im Wintergarten von der Sonne erwärmt und steigt in den Dachraum auf. Kühl-feuchte Luft aus dem Zwischenraum der beiden Häuser wird nachgezogen. Und die muss ja irgendwie in den Wintergarten gelangen. Dazu sind Öffnungen in der Luftschicht erforderlich. Die sollen aber nicht nur hässliche Löcher sein, sondern sich unauffällig in den Wintergarten integrieren. Lochblech-Blenden waren angedacht. Ausser teuer waren die aber auch hässlich. Also ein Eigenbau mit Holzgittern aus Sperrholzstreifen? Auch hier half ein Gespräch mit dem Bauleiter: Lamellentüren aus dem Baumarkt waren früher die bei BSH-Bauherren beliebte Lösung. Und der hiesige Bauherr hatte da sogar noch was herumstehen. Alles zur Säge und zum Leimtopf und schon waren die Lüftungklappen und gleich noch die Zugänge zum "toten Raum" Geschichte.
Die eigentliche Beplankung im Wintergarten war dann nur noch der übliche, aber endlos lästige Kleinkram. Nach Schleifen, Spachteln, Schleifen, Grundanstrich mit Quarzgrund und Schlussanstrich mit Lehmstreichputz werden am nächsten Wochende die Wände im Wintergarten wohl fertiggestellt werden.
Aber eigentlich sollte doch der Innenausbau ... wie gesagt leichte Aberation!
Ach ja, der Bauherr hat sich neu verliebt -- in eine Kapex Säge von Festool. Das Testgerät wurde angeliefert und weckt ob seiner Genialität Begehrlichkeiten bei Bauherr und Junior. Die Damenwelt beschränkt sich auf Äusserungen wie "Naja - sägt halt. Ist ne Säge für Bretter!" Ja stimmt, aber was für eine!!!
Wer kennt den Asterix-Film mit dem römischen Amtshaus? Wir kennen ihn und hatten jetzt ein unerwartetes deja-vu beim Hausbau.
Vom Finanzamt erreichte uns die Aufforderung zur Abgabe einer Erklärung zur Feststellung des Einheitswertes unseres Grundstücks. Ein Anruf beim Bearbeiter ergab, daß er nichts dafür könne, da seien wir wohl in einen Automatismus geraten. Anscheinend sei unser neues Haus fertig und da wolle Vater Staat Kohle sehen - schließlich hätten wir da ja einen neuen Wert. Ich erklärte, daß unser Haus im Rohbau-Zustand und unbewohnt ist, daß es im Garten unserer alten Doppelhaushälfte steht und derzeit eigentlich nur ein großer Schuppen aus Holz sei. Ja dann - wann wir denn fertig sein wollten - geplant war mal Wiehnachten 2009 einzuziehen, sieht momentan aber gar nicht danach aus. Nun denn, er wolle das mal glauben, behalte sich aber eine jederzeitige Prüfung vor und wehe ich hätte gelogen, dann ..... Nachveranlagung, Knast Todesstrafe...
Hurra - überstanden dachten wir, allerdings war dieser Trugschluss nach wenigen Tagen vorbei denn von der Stadt Kassel erreichte uns die Aufforderung zur Angabe des Käufers unseres Grundstücks, der erzielten Verkaufserlöses, des Namens des rechten Zehennagels meiner Schwiegermutter - nein letzteres ist frei erfunden, aber der Rest ist wirklich wahr. Der ANRUF BEI DER STADT KASSEL ergab zunächst, daß man dort nichts dafür könne, das ginge vom Finanzamt aus. Von dort sei die Information über Teilung und mutmasslichen Verkauf gekommen. Schließlich seien die ja besser informiert weil sie ja auch Steuern für den Verkaufserlös erhielten. ANRUF BEIM FINANZAMT: Das bei der Stadt seien D.pp.en - das Finanzamt habe von der Stadt die Info über Fertigstellung eines neuen Hauses, also erhöhten Wert eines Grundstücks erhalten. Und natürlich müsse bei höherem Wert auch entsprechend gezahlt mehr werden. Das sei doch wohl klar, aber Auslöser sei die Stadt. Wahrscheinlich sei eine bestimmte Zeit von der Baubeginnmeldung vergangen und dann wegen fehlender Fertigstellungsmeldung die AUtomatismen angelaufen. Da könne man jetzt erstmal nichts machen. Eneuter ANRUF BEI DER STADT: Nein, nein, die vom FA hätten ja keine Ahnung. Und selbst wenn wir unser Grundstück nicht geteilt und verkauft hätten, so sei doch ein neues Objekt entstanden und dafür seien Strassenreinigungsgebühren zu zahlen, das sei zweifelsfrei so. Die Erklärung zur Teilung des Grundstücks müssten wir also abgeben, auch wenn wir es gar nicht geteilt hätten. [So, jetzt wird es richtig virtuell!] Forderung der ABgabe der Erklärung bleibt bestehen mit Fristsetzung zu eiem konkreten Termin - zack.
Wir waren dann so blöd, um uns -wie wir glaubten- unnötige Tage auf Ämtern zu erparen, haben wir erklärt, daß die virtuelle Teilung nie tatsächlich stattgefunden hat und die Gesamtfläche virtuell zu je 50% dem alten und dem neuen Haus zugerechnet werden soll.
So und gestern kam Post von der Stadt - gleich zwei neue Grunsdtücksabgabenbescheide: Eine minimale Verringerung beim Altbau, aber enorme Beträge neu für den Neubau!
Eigentlich müsste die Summe ja gleich sein, schließlich ist der Neubau derzeit allenfals mal ein Gartenhäuschen. Aber nein, die Grunsteuer B und die Straßenreinigung Klasse 3 werden ganz anders berechnet. Die Straßenreinigung richtet sich nicht etwa nach der länge der angrenzenden oder genutzten Straße - nein, nach der Quadratwurzel aus der Grundstücksfläche wird veranlagt. Na das ist ja super, jetzt wird auch klar warum uns sämtliche Beamten eine Grundstücksteilung oder mindestens eine virtuelle unterjubeln wollten: Nehmen wir 64 qm altes Grundstück.
zu zahlen Wurzel 64 = 8. Nun teilen wir mal hälftig 2 mal (Wurzel 32 = 5,66) also jetzt 11,32 - na das ist doch für die Stadt mehr als die schnöde 8, die es mal war.
Gerecht nennt das die Stadt - Betrug und ABzocke nenne ich das! Schließlich hat sich die Strassenlänge nicht verändert auch nicht der Grundstücksanteil daran und öfter gerienigt wird auch nicht. Also übelste Abzocke!
Was hätten Asterix und Obelix aus dem deja-vu in diesem Falle getan?
Da kann man eigentlich nur Einspruch einlegen und die Beamten-Wahnsinnsmühle anlaufen lassen oder?
Nachdem Wände, Dachschrägen und Decken im Obergeschoß des Kasseler Bio-Solar-Haus fast fertig errichtet, beplankt, gespachtelt und geschliffen sind, haben wir das Erdgeschoß in Angriff genommen und dort geht es deutlich schneller voran. So haben wir genau heute die Deckenbeplankung im Wnhnzimmer abgeschlossen (Männersache) und die halbe Fertigstellung der Wohnzimmer-Wandspachtelei (Frauensache) bestaunen dürfen. Bodenbeläge und die abschließende Lieferung Fermacell-Platten für EG-Flur und Treppenhaus sind unterwegs.
Keine Lösung gibt es allerdings - und das ist schon fast ein Widerspruch in sich - für das nicht-solare Energieversorgungskonzept unseres Bio-Solar-Hauses. Kompliziert? Klingt so, isses aber nicht: Wenn die Sonen nicht scheint, also keine Energie liefert will man es ja im Haus trotzdem warm haben und vielleicht auch mal duschen. Dafür braucht es Energie wie in einem gewöhnlichen Haus, halt nur weniger. Der im BSH-Konzept ursprünglich vorgesehene Holzofen scheint uns nicht die Lösung: Zu teuer bei zu geringem Wirkunsgrad. Wir hatten dann eine Gastherme geplant. Selbige ist durch die (bei den Städtischen Werken Kassel zumindest) extrem hohe Netzanschluß-Gebühr und die exorbitanten Preissteigerungen der letzten Jahre bereits extrem überteuert. Die perverse Tarifgestaltung mit dem Alleinziel der Verbraucher-Verwirrung tut ihr übriges dazu. Und nur mit dem elektrischen Heizstab zuheizen ist neben energetischem Unsinn auch noch sehr teuer.
Enthalpie-Verfahren sind technisch sehr interessant und verursachen beim Bauherrn heftiges Kribbeln, aber machen 50 Kubikmeter große unterirdische Speicher irgendwie Sinn?
Kann man die Durchschnitsszahlen der Energiebdarfsberechnung überhaupt auf uns anwenden?
Wieviel Energie benötigen wir ganz individuell überhaupt noch im neuen Bio-Solar-Haus in Kassel? Fragen über Fragen und keine Antworten. Zur Näherung müsste man eigentlich ertsmal zwei Jahre Testwohnen und die Verbräuche erfassen.
Wie allerdings wohnen ohne Heizung? Diese Fragen habe ich lange im Geiste bewegt und eine mögliche Lösung gefunden.
Dazu gibts später mehr - vorab sei aber schon mal erwähnt, daß Hacke, Spaten und Schippe doch wieder hervorgeholt werden müssen.
Hurra, Wände, Dachschrägen und Decken im OG sind fertig beplankt - bis auf ein winziges Anschlusstück neben dem Versorgungsschacht im Arbeitszimmer. Selbiger kann aber erst ausgeführt werden, wenn die Rohre zwischen Speicher und Heizkreisverteiler im OG ausgeführt sind. Diese hängen wiederum vom Speicher, seinen Anschlüssen und der Pumpe ab. Der Speicher ist aber noch eine unscharfe graue Wolke!
Der ursprünglich von Bio-SOlar-Haus geplante Calo-Block Speicher ist sehr teuer und scheint ein schlechtes Schichtverhalten zu haben. Wen nman mal ein Modell gesehen hat, wundert das nicht. Genau auf diesen Speicher wurden aber von BSH alle Planungen wie Öffnungen in der Bodenplatte usw. abgestimmt. Einen neueren Speciher mit größerem Volumen und größerer Standfläche bekommt man da nicht hin. Ermuss also eine rechteckige Grundfläche haben und sehr hoch sein um ein ordentliches Speichervolumen zu erreichen.
Derzeit sind wir diesbezüglich auf der Suche - und es sieht schlecht oder besser gesagt unrealisierbar teuer aus....
Die erste Dusche in unserem Bio-Solar-Haus hat Tobis nehmen dürfen. Nicht ganz freiwillig und eisig kalt, aber immerhin... Und das kam so: Im Gäste-WC im EG haben wir die Wasserinstallationen fertiggestellt. Vor dem Verschließen der Wände wird dann mit einer Abdrückpumpe jeder Strang auf Dichtheit geprüft. Dafür gibt es entsprechende Protokolle vom DVGW. Zuerst also pumpt man gegen ein leeres Rohr, das geht sehr leicht. Je nach Größe wird dann langsam Druck aufgebaut und man muss mehr Kraft in die Abdrückpumpe stecken. Der Kaltwasser-Strang ist der größte und so gönnte ich ihm ein paar kräftige Hübe mehr... Ein gellender Schrei von Tobi, ich sah ihn nur noch zur Küche hechten und öffnete das Rückventil. Ein toller Springbrunnen bis unter die Decke, ein Strahl über die Werkzeugablage und ein nasser Tobi, der krampfhaft das Kaltwasser-Rohr in de Küche zuhielt, waren die Folgen meiner hirnlosen beherzten Aktion.
Die Strafe kam wenig später: Der Warmwasser-Strang hatte das Protokoll erfolgreich hinter sich. Wir benötigten den Abdrückstopfen des Warmwasser-Anschlusses in der Küche für einen anderen Kreis. Also sollte Janine den Druck ablassen und meldete zurück, daß kein Wasser mehr käme. Ich lockerte den Stopfen und nun wurde Tobi zum zweiten und ich zum ersten Mal geduscht, denn Janine hatte das falsche Ventil geöffnet, wir bekamen also die vollen 10 bar Testdruck mit entsprechendem Wasserauswurf bei im System vorhandener Luft ab.
Aber wir hatten viel Spass und alles trocknete auch wieder.
Mit Fertigstellung der zweiten Beplankungsschicht im Gäste-WC fand der Tag dann seinen Abschluss.
Der Innenausbau ist auch während des Dauerfrosts vorangegangen.
Probleme mit der Dämmung wurden besprochen.
Der Fensterbauer war zum Nachbessern da ...
Die Elektroinstallation hat die 1000 m Kabel Marke bereits deutlich
überschritten.
Alle Heizkreise im OG sind abgedrückt.
Die Abwasserleitungen sind fertig.
Die Wasserinstallation im OG ist komplett, im EG zu 60% fertig.
Nach Eigenversuchen haben wir ein klares Bild der weiteren Wandbeschichtung.
Erstmals wurde diese Woche die Loggia von der SONNE auf 25 Grad geheizt;
das brachte das OG auf gut 12 Grad und die Bauherrschaft in freudige Erregung!
Vom Baufortschritt im EG reden wir lieber nicht ...
Hier ein paar aufgestaute Eindrücke:
Viele Leser fragen nach Erfahrungen mit Wärme, Kälte und Energieverbrauch am Bio-Solarhaus. Bisher sind keine wirklich harten Zahlen verfügbar - weder von uns noch von anderen Bauherren. (Soweit ich das weiss - bitte informieren, wenn jemand Zahlen hat!) Aber die enorme Kälte der beiden letzten Wochen zeigt Tendenzen auf:
Vor Weihnachten hatten wir bei Aussentemperaturen von 5 bis 9 Grad innen ohne Zuheizung 9 bis 12 Grad.
Wenn die Sonne herauskam, waren im Wintergarten sehr schnell Temperaturen um 18 bis 20 Grad erreicht. Öffnete man dann die Wintergarten- und Loggiatür, stiegen die Temperaturen im Innenhaus innerhalb einer Stunde um ca. 3 Grad an. Genauso schnell wie der Wintergarten heizte, kühlte er jedoch bei Sonnenuntergang am Nachmittag das Haus bei offenen Türen aus. Man müsste eigentlich immer ein Wintergarten/Innenraum-Thermometer im Auge haben um bei Temperaturgleichheit die Türen wieder zu schließen und starke Auskühlung der Innenräume zu vermeiden.
Als Weihnachten die Außentemperaturen gegen den Gefrierpunkt tendierten, fielen sie im Innern auf 2 bis 5 Grad - wohlgemerkt ohne jegliche Heizung!. Als dann jedoch Schnee fiel und auf den Glasflächen des Hauses und des Wintergartens liegen blieb, fielen bei Außentemperaturen von minus (!) 18 Grad die Inenntemperaturen ohne Zuheizung auf minus 0,5 Grad. Sonnenwärme kam nun nicht mehr durch verglaste Dachflächen, sondern allenfalls durch die Fenster im Wintergarten herein - und das machte sich deutlich bemerkbar.
Die stellenweise nicht richtig eingeblasene Zellulose Dämmung (Climacell) unseres Bio-Solar-Hauses sorgt für ein äusserst ungutes Gefühl. Das wird dadurch noch verschlimmert, dass die Firma Bio-Solar-Haus Becher uns zusagt, der ausführende Sub-Unternehmer würde kurzfristig zur Erörterung und Problemlösung erscheinen.
Irgendwann stehen im verschlossenen Bau zwei Päckchen Dämmstoff, von denen keiner weiss, wie sie da hingekommen sind - wer auch immer sie da hingestellt hat, dürfte hat sich unverschämter Weise unberechtigt Zutritt verschafft haben.(Hausfriedensbruch oder sowas?) ;-)
Dabei bleibt es dann auch. Keine Klärung, kein Sub-Unternehmer nur eine einst begeisterte Bio-Solar-Haus Bauherren-Familie, die langsam den letzten Glauben an das deutsche Handwerk verliert. Was ist denn beim heutigen Hausbau wichtiger als eine funktionierende Dämmung?
In diesem Falle kehren sich die guten Eigenschaften des Bio-Solar-Haus Konzeptes dann ins Gegenteil um: Durch das Haus-im-Haus Prinzip, also die äussere Hülle des Aussenhauses sind die üblichen Aufnahmen des beheizten Hauses bei Nacht von aussen mit einer Wärmebildkammera zur Lokalisierung von Wärmebrücken bzw. fehlerhafter Dämmung nicht möglich. Wärmebrücken würde man auch durch Verbrauchsermittlung nicht feststellen können, da es ja keinerlei Vergleichwerte gibt.
Wenn die Bio-Solar-Haus Herrschaften samt Sub-Unternehmer nicht bald etwas unternehmen, wird es unangenehm werden. Denn bevor wir den Fussbodenaufbau im Obergeschoss einbauen, wollen wir Gewissheit haben, ob die Zellulose-Dämmung noch an weiteren Stellen fehlerhaft ist. Bis dahin sind auch noch Wärmebilder von innen zur Lokalisierung eindringender Kälte möglich. Danach werden Lokalisierung und Behebung dann wesentlich schwieriger und teurer. Im Zweifelsfalle müssen wir also vorher noch einen Sachverständigen beauftragen. Soviel zum Baumangel am Herzen des Bio-Solar-Hauses.
Nun zum Stillstand - der wird durch Tauben, Basketball-Spiele, Schulbasare, Zögern verursacht. Details:
::Tauben:: - haben ein Loch im Dach des Hauses eines uns nahestehenden älteren Herrn schamlos zum Einzug genutzt. Die müssen vertrieben, der Kot entfernt und der Schaden an Dach und Dachfenster behoben werden. Da bereits Regenwasser eingedrungen ist, gilt es auch noch innen Schäden zu beheben. Kostenpunkt meiner vorschnellen Hilfe: zwei Bauherren-Wochenenden an denen die restliche Mannschaft wegen fehlender Führung nicht sehr effektiv war.
::Basketball-Spiele:: Wenn es um das Herumwuchten unserer 2750x1250x12,5 mm Fermacell Gipsfaserplatten mit 50kg Gewicht und starker Bruchgefahr geht, dann sind Tobi und ich gefragt. Zur Montage müssen sie schliesslich kräftig gewuchtet werden. Tobi's samstägliche Basketballspiele sorgen somit für halbtägige Ausfälle.
::Schulbasare:: Zum Glück gehen beide Kids zur gleichen Schule - so kostete der mit Anwesenheitspflicht für alle Schüler bedachte Samstag nur die halbe Mannschaft für ein Wochenende.
::Zögern:: Irgendwie hat es so etwas absolutes, wenn man die letzte Seite der Wände beplankt. Danach kann man irgendwas vergessenes nicht einfach noch dazulegen. Hätte man in der Wand vielleicht noch ein Reserve-Kabel legen sollen? Reichen die Steckdosen aus? Braucht man in de rKüche nicht doch noch ein Koax-Sat-Kabel man weiss ja nie? Es kostet mich an jeder Wand erneut Überwindung.
So ist der November dahingezogen .... der Dezember gekommen ....
Schlecht vorangekommen sind wir heute:
Chris musste an ihrer Arbeitsstelle schaffen, Tobi hatte nachmittags/abends ein Basketballspiel und auch sonst war heute gar nichts mit ihm los. Er neigt in letzter Zeit verstärkt dazu sich Probleme zu backen, wo keine sind. Aus leicht pedantischem Vorgehen wird bei ihm dann eine Blockade mit endlosen Diskussionen, in die er den Rest der Truppe reinzieht. Scheußlich ärgerlich und demotivierend für alle. Heute sollte er alleine im OG den Verlege-Weg für zwei Alu-Verbundrohre durch die Installationsebene und zwei Metallständerwände herstellen. Also ca. 10 Latten ausklinken, zwei Ausschnitte in Fermacell und CW-Profil machen. An einem Ausschnitt habe ich ihm gezeigt, wie das geht, gleiches an ein paar kreuzenden Latten. Von morgens bis gegen siebzehn Uhr hat er es lediglich auf fünf Lattenausschnitte und einen Fermacell-Ausbruch gebracht. Erschreckend - besonders wenn man ihn mal beim Jammern erlebt hat, wie schlecht es ihm geht, daß er ständig auf dem Bau schuften muss und seine Kumpels brauchen das nicht .... Und wenn man ihn erlebt hat, wie und in welchem Ton er die Mädels anmotzt wenn denen ein Fehler unterläuft oder sie ncht vorankommen. Na denn das war mal besser und wird es hoffentlich wieder werden.
Was gab es heute sonst noch? Ach ja, Janine und ich haben die Deckenheizung im Wohnzimmer fertig verlegt und den Verteilerkasten im Hauswirtschaftsraum montiert. Mit 220 Metern und drei Heizkreisen ist das Wohnzimmer ein regelrechtes Rohrgrab. Nun müssen nur noch in Bad und Küche die Deckenheizungen angebracht werden - und das sind nominell nur noch 140 Meter.
Eine Familie baut ihr Bio Solar Haus in Kassel - wohlgemerkt das erste Bio-Solar-Haus in Kassel! Hausbau in Kassel
| Mo | Di | Mi | Do | Fr | Sa | So |
|---|---|---|---|---|---|---|
| << < | > >> | |||||
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | ||
| 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 |
| 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 |
| 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 |
| 27 | 28 | 29 | 30 | |||
Auf bau.de beantwortet BSH-Selbstbauer Frank viele, viele Fragen von Interessenten.
Hochinteressanter Thread!
Familie Kostka baut ein 1 1/2 geschossiges Stahl Bio-Solar-Haus in Braunschweig Lamme
Viele Fotos, keine akuellen Einträge
Die Familie Engelmann baut ein Stahl-Bio-Solar-Haus mit 1 Etage. Harte Arbeit, viele Helfer und eine bloggende Bauherrinnen-Mutter zeichnen dieses Projekt aus.
Die Familie von Harlessem baut ein BSH in Siegen und steigt in den BSH-Vertrieb ein. Das Blog ist in 2006 irgendwann 'versiegt'.
Links via "aktuelles vom Hausbau" navigieren!
]mehrMassivbau mit Keller - geradezu unheimlich schnell hochgezogen.
Nette Sammlug von Bautagebüchern
Infos rund ums Bauen (mit ordentlich Werbung!)